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Die Junggesellinnen und ein Junggeselle der Konditoren-Innung Mittelhessen mit den Prüfungsausschussmitgliedern und Offiziellen aus Berufsschule und Kreishandwerkerschaft.

Mangel an Fachverkäuferinnen

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Gießen/Wetzlar (sel). Das Konditoren-Handwerk in Mittelhessen hat keinen Mangel an beruflichem Nachwuchs. Wohlgemerkt: es betrifft die Konditoren. Bei den Fachverkäuferinnen im Konditoren-Handwerk sieht es anders und längst nicht so gut aus. Dass Fachverkäuferinnen in diesem Bereich Mangelware sind, zeigt exemplarisch die Tatsache, dass bei der Freisprechungsfeier der Konditoren-Innung Mittelhessen im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Wiesbaden am Standort Wetzlar keine einzige freigesprochen wurde. Dagegen waren es 14 Konditorinnen und ein Konditor-Junggeselle. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre hin zu immer mehr weiblichen Konditorinnen eindrucksvoll fort.

Andreas Vogel (Braunfels), Obermeister der 14 Mitgliedsbetriebe großen Konditoren-Innung Mittelhessen und zugleich hessischer Landesinnungsmeister, übergab gemeinsam mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden Uli Timpert (Marburg) und Lehrerin Carmen Corbatera die Gesellenbriefe. Sowohl Vogel und Timpert als auch die neue Käthe-Kollwitz-Schulleiterin Monika Lehr und Sebastian Hoffmanns, Geschäftsführer der Kreishandwerkeschaft Lahn-Dill, gratulierten den Junggesellen und wünschten, dass diese dem Handwerk erhalten blieben. In einem Beruf, der von Geschick und Kreativität geprägt sei und in dem wie in kaum einem anderen Handwerk und Kunst fließend ineinander übergehen.

Der Konditoren-Nachwuchs sollte mit dem Gesellenbrief als erstem wichtigen Dokument in der Hand jeder für sich den Beginn einer Entwicklung sehen, die große individuelle Entwicklungschancen beinhalte. Dass im beruflichen Werdegang - wie überall - auch Rückschläge und Probleme auftreten können, sollte laut Andreas Vogel "mit Gelassenheit registriert" und nach dem Motto "aufstehen, schütteln, weitergehen" verarbeitet werden.

Die erfolgreichen Konditoren-Junggesellen 2019 sind: die Prüfungsbeste Anna-Lisa Mariaschk (Friedberg, Ausbildungsbetrieb Axel Vetter, Marburg), Lisa-Marie Kreckel (Weilmünster), Michelle Lemmer und Johanna Schneider (beide Gießen, alle drei AB Kurt Geißner, Gießen), Christina Grenz, Luana Gruber und Kira Nünemann (alle Gladenbach und AB Schäfers Backstuben, Biedenkopf), Madeline Skornik (Heuchelheim), Franziska Moritz (Marburg) und Johanna Diehl (Mücke, alle drei AB Klingelhöfer, Marburg), Kim Alexandra Padur (Marburg, AB Siebenkorn, Marburg), Nathalie Preis (Herborn, AB Thomas Zarnitz, Herborn), Elena Weissbecker-Mitter (Gladenbach), die mit einer externen Zulassung an der Prüfung teilgenommen hat, sowie Lena Rühl (Lich) und Robert Noll (Kirchhain, beide AB Andreas Vogel, Braunfels).

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