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Wenn der Lolli-Test zu Hause geschehe, trage dies zum Schutz der anderen Kinder in der Kita bei, falls Corona-Infektionen festgestellt werden, sagt der Erste Beigeordnete in Langgöns, Hans Noormann.

Lolli-Tests für Kita-Kinder zu Hause

  • VonStefan Schaal
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Die Gemeinde Langgöns will Kindergartenkindern zwei Lolli-Corona-Tests pro Woche ermöglichen, die Tests sollen bei den Familien zu Hause durchgeführt werden können. Neuigkeiten gibt es indes auch zur geplanten Nutzung des Paul-Schneider-Freizeitheims bei Dornholzhausen.

Kita-Kinder sollen in Langgöns zweimal in der Woche die Möglichkeit bekommen, zum Schutz vor Corona zu Hause mit ihren Eltern einen Lolli-PCR-Test durchzuführen. Die Gemeinde sei gerade dabei, die organisatorischen Vorbereitungen zu treffen, berichtete der Erste Beigeordnete Hans Noormann (Grüne) am Montagabend im Langgönser Sozialausschuss. »Wir arbeiten auf Hochtouren daran«, ergänzte er. Der Landkreis sei unterrichtet und verfolge diese Herangehensweise an das Testen von Kindergartenkindern »mit Interesse«, sagte Noormann und unterstrich: »Ich hoffe, dass wir das sehr bald umsetzen.«

Falls Corona-Infektionen bei Kindern festgestellt werden, trage es zum Schutz der anderen in der Einrichtung bei, wenn der Lolli-Test zu Hause geschehe, fügte der Erste Beigeordnete hinzu. »Es sei weniger sinnvoll, wenn betroffene Mädchen und Jungen die Kita aufsuchen und erst dort getestet würden.

Vertrag erwartet zu Schneider-Heim

Weil Nasen-Rachen-Abstriche sehr unangenehm sein können, werden bei Kindern bevorzugt sogenannte Lolli-Tests vorgenommen. Sie bekommen einen Abstrichtupfer wie einen Lolli in den Mund und lutschen dann 30 Sekunden daran.

In der Sitzung des Sozialausschusses deutete sich am Montag außerdem eine bedeutende Neuigkeit für die angespannte Lage bei den Kindergartenplätzen in Langgöns an. Es gebe »die feste Absicht«, das Paul-Schneider-Freizeitheim bei Dornholzhausen im Rahmen eines Erbpachtvertrags mit dem evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill als Kita zu übernehmen, sagte Noormann. Man erwarte in Kürze einen notariellen Vertrag, dieser sei allerdings noch nicht eingetroffen.

»Wie viele Kita-Plätze wir dort einrichten können, wird sich noch weisen«, sagte er. Der Bedarf aber sei groß. Die Lage habe sich aufgrund der hohen Nachfrage und des begrenzten Angebots von Kindergartenplätzen in Langgöns »zugespitzt«.

Das Paul-Schneider-Freizeitheim war mehr als 60 Jahre lang Ausflugsziel für zahlreiche Konfirmanden und Gruppen. 2019 wurde es vom Kirchenkreis geschlossen. Nachdem es in der Kindertagesstätte »Fasanenweg« in Lang-Göns im Dezember vergangenen Jahres einen Wasserrohrbruch in der Heizungsanlage gegeben hatte, diente das leer stehende Paul-Schneider-Freizeitheim den fünf Gruppen der Kita bis April als Ersatzquartier. Bürgermeister Marius Reusch (CDU) hatte danach die Erkenntnis getroffen, dass das Gebäude für fünf Gruppen zu klein sei. Für eine Kita-Nutzung in kleineren Rahmen aber sei das Haus geeignet. Die Pläne für einen Naturkindergarten an dem Standort werden daher weiterverfolgt.

Mit dem angekündigten notariellen Vertrag steht nun eine Besiegelung des Vorhabens bevor. Das letzte Wort hat allerdings die Gemeindevertretung, die über den Vertrag noch abstimmen müsste. Die an der Nutzung des Hauses ebenfalls interessierte Gemeinde Hüttenberg wäre in den Vertrag nicht involviert.

Zustimmend zur Kenntnis genommen wurde unterdessen von den Fraktionen im Sozialausschuss auch, dass im kommenden Jahr der Spielplatz an der Schillerstraße im Kernort für 36 445 Euro umgestaltet werden soll. Ein neues Klettergerüst soll dabei aufgestellt werden.

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