Mit vielen bunten Zeichnungen und lieben Grüßen erfreuen Grundschüler die Senioren in den Einrichtungen in Lollar. FOTO: PFLEGEHEIM "HAUS AM GRÜNEN WEG"
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Mit vielen bunten Zeichnungen und lieben Grüßen erfreuen Grundschüler die Senioren in den Einrichtungen in Lollar. FOTO: PFLEGEHEIM "HAUS AM GRÜNEN WEG"

"Wir denken an Euch"

  • vonred Redaktion
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Lollar(pm). Es waren traurige Zeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims "Haus am Grünen Weg" und der AWO-Pflegeeinrichtung "Marie-Juchacz-Haus" in Lollar. Wochenlang waren die Einrichtungen aufgrund der Corona-Krise für Angehörige und Besucher geschlossen, der Kontakt zu den Lieben gänzlich heruntergefahren.

Eine Situation die Sarah Arendt, zumindest für einen kleinen Moment, angenehmer gestalten wollte. Als Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit arbeitet sie für die Zaug gGmbH und setzt in Lollar das Projekt "Willkommen im ländlichen Raum - Gemeinwesenarbeit im Landkreis Gießen" um, das vom Landkreis gefördert wird.

Bunte Grüße und kleine Basteleien

Mit der Aktion "Brieffreuden" sollten durch kleine Briefe, Basteleien und mit Bildern der Grundschüler der "Bunten Schule" in Lollar den Senioren eine Freude bereitet werden. Dafür wurde zunächst der Schulleiter Michael Kramer an Bord geholt, der der Teilnahme an der Aktion sofort zustimmte. Gemeinsam wurde ein Anschreiben für die Schüler verfasst, um ihnen die Situation der älteren Menschen zu erklären und sie für das Vorhaben zu motivieren.

Zwei Wochen später war es dann so weit, und Sarah Arendt konnte den Einrichtungen die Post überbringen. Deren Inhalt war recht vielfältig. Neben bunten Grüßen und verschiedenen Basteleien war es den Kindern besonders wichtig, den Senioren zu übermitteln, dass sie bitte gesund bleiben sollen und dass sie nicht alleine sind in dieser Zeit. Eine elfjährige Schülerin erzählt in ihrem Brief, dass sie für die Omas und Opas betet. Weiter schreibt sie: "Ich wünsche Euch ein sehr gesundes Leben. In der Zukunft möchte ich Euch auch besuchen."

Da im Nachgang sogar noch weitere Post eintraf, konnte Sarah Arendt dem "Haus am Grünen Weg" eine zweite Lieferung überbringen.

Wenn auch eine Umarmung oder ein Gespräch mit den Liebsten dadurch nicht ersetzt werden konnte, so trug diese Aktion sicherlich dazu bei, ein wenig Abwechslung in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner zu bringen. Außerdem wollten die Grundschüler ihnen zeigen, dass sie trotz des Besuchsverbots immer an sie gedacht haben.

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