Der idyllische Innenhof ist nur ein Teilbereich des weitläufigen Areals rund um den Kirchberg bei Lollar. Der Kreativmarkt mit 15 Ständen, den Jacqueline Herrmann für Samstag organisiert, wird sich auf insgesamt 3500 Quadratmetern abspielen. FOTO: IK
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Der idyllische Innenhof ist nur ein Teilbereich des weitläufigen Areals rund um den Kirchberg bei Lollar. Der Kreativmarkt mit 15 Ständen, den Jacqueline Herrmann für Samstag organisiert, wird sich auf insgesamt 3500 Quadratmetern abspielen. FOTO: IK

Kreativmarkt

"Winterzauber" auf dem Kirchberg bei Lollar

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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15 Kunsthandwerker aus der Region sitzen in den Startlöchern. Am Samstag findet auf dem Kirchberg bei Lollar ein Kreativmarkt statt. In Pandemiezeiten ist ein solcher "Winterzauber" eine Rarität.

Behörden haben bereits ihr Okay gegeben, und nun sitzen 15 Kunsthandwerker aus der Region in den Startlöchern. Während es seit Monaten landauf landab Veranstaltungsabsagen hagelt, stellt sich Jacqueline Herrmann der Herausforderung namens Corona und organisiert einen kunsthandwerklichen Markt rund um den Kirchberg bei Lollar.

Bummeln auf 3500 Quadratmetern

Maske tragen und Abstand halten ist Pflicht: Das gilt seit Monaten für jeden Wochenmarkt in Hessen - und am Samstag auch für den "Winterzauber" am Kirchberg. In Pandemiezeiten jedenfalls sind die gesetzlichen Vorgaben für beide Veranstaltungsarten gleich. So haben sowohl das Kreis-Gesundheitsamt als auch das Ordnungsamt der Stadt Lollar grünes Licht gegeben für das Vorhaben von Jacqueline Herrmann, am 21. November insgesamt 15 Kunsthandwerkern aus der R egion eine öffentliche Plattform und damit eine der wenigen Absatzmöglichkeiten in diesem Jahr zu bieten. Von 12 bis 17 Uhr stehen sie über rund 3500 Quadratmeter verteilt an ihren Verkaufsständen.

Hygienekonzept überzeugt

"Machen sie das", habe man sie von Behördenseite bei einer Ortsbegehung bestärkt, erläutert die Geschäftsfrau (Café "Inges Hof", Laden "Hilde braucht Stoff"). Ausschlaggebendes Kriterium sei das besondere Hygienekonzept gewesen und der Umstand, dass der Markt im Freien stattfindet. Damit sich Besucher nicht so stark drängen wie in den beiden Vorjahren, wird es eine Einbahnregelung geben.

Nur mit Datenblatt aufs Gelände

Maximal 350 Personen können sich gleichzeitig auf dem weitläufigen Gelände aufhalten, in den Laden dürfen höchstens acht Besucher. Am Eingang zum Kirchbergkomplex inklusive Kirchengelände werden die Personendaten erfasst. Das Merkblatt unter www.inges-hof.dekann vorab ausgefüllt werden, um Warteschlangen zu vermeiden.

Suppe, Glühwein, Kaltgetränke

Kreativ- und Kunsthandwerk stehen beim "Winterzauber" auch in der dritten Auflage im Mittelpunkt. Präsentiert werden Schmuck, Papier-, Holz- und Keramikarbeiten, Waldorf-Puppen, Schaffelle, Stoffsachen und Upcycling-Stücke. Das kulinarische Angebot ist auf Suppe, Glühwein und Kaltgetränke beschränkt. Für den Verzehr wird ein spezieller Bereich abgetrennt. "Wir können alles dafür tun, dass sich die Leute nicht zu nahe kommen", versichert Herrmann. Sie sagt mit Blick auf die aktuellen Coronazahlen: "Natürlich kann ich alle verstehen, denen das zu heikel ist. Ich kann aber versichern, dass ich wirklich alles tue, um das Risiko so stark wie irgend möglich zu minimieren."

Zwei Euro Eintritt

Herrmanns Hoffnung: "Dass die Leute verantwortungsbewusst genug sind, Maske tragen und sich aus dem Weg gehen - und dass nicht alle um 12 Uhr kommen". Was sie antreibt, ist die Fürsorge um jene Kreative, denen sie nun ein Verkaufsforum bietet: "Für einige ist es die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas verkaufen zu können. Ihnen sind sämtliche Einnahmen weggebrochen. Sie freuen sich ›wie Bolle‹, dass sie nun wenigstens einen halben Tag am Start sein dürfen."

Die umfangreiche Organisation des Markts hat ihren Preis. Deshalb werden zur Kostendeckung 2 Euro Eintritt pro Besucher erhoben.

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