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Weil die bisherigen Stellplätze für das ehemalige Sparkassengebäude nicht die erforderliche Größe hatten, hat der neue Eigentümer ein Stück Parkfläche hinzugekauft.

Vorwürfe erneut zurückgewiesen

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Lollar (vh). In Ruttershausen kocht momentan die Volksseele. Dabei geht es um einen Pkw-Stellplatz am alten Schulhof. Dorfvereine, die dort feiern, fürchten, der Platz sei künftig nur noch eingeschränkt nutzbar. Die Sitzung des Ortsbeirats lockte jetzt rund 50 Zuhörer ins dortige Dorfgemeinschaftshaus. Das Thema "Schulhof" war mit ein Grund dafür.

Die ehemalige Sparkassenfiliale an der Wißmarer Straße in Ruttershausen hat einen neuen Besitzer; sie dient nun als Mietwohnung. Gemäß der neuen Stellplatzsatzung der Stadt Lollar musste der Hauseigentümer für das Grundstück zwei Stellplätze nachweisen. Zwei Parkplätze für die Angestellten der Sparkasse gehörten zum Areal. Diese erfüllten jedoch die in der Stellplatzsatzung geforderten Größenmaße nicht; somit musste der Hauseigentümer ein Stück Parkfläche hinzukaufen. Diesmal von der Stadt Lollar und damit nahm ein Problem seinen Lauf.

Der Ortsbeirat hatte nämlich auf einer vorherigen Sitzung gerügt, der Haus- und Grundstückskäufer stamme aus den Reihen des Magistrats (Stadtrat aus Ruttershausen) und der Ortsbeirat sei vor dem Verkauf der städtischen Fläche nicht um seine Meinung gefragt worden. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek teilte nun mit, der Magistrat habe in doppelter Form um Rechtsberatung ersucht: bei der Kommunalaufsicht des Landkreises Gießen und beim Hessischen Städte- und Gemeindebund. Demnach seien beide Vorwürfe des Ortsbeirats rein rechtlich abzuweisen. Wieczorek stellte weiter fest, er sei überrascht, dass die Wogen nun so hoch gingen. Man habe die Empfindlichkeiten wohl unterschätzt, den Ortsbeirat vorher fragen können. Diese Erkenntnis sei aber seine Privatmeinung, nicht diejenige des Magistrats.

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