Verantwortung beim Verkäufer

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Lollar (pm). Grüne und Grün-Alternative Liste (GAL) im Lumdatal blicken mit Besorgnis auf die Entwicklung der zum Verkauf stehenden Buderus-Wohnungen in Lollar und sind dem Bündnis "Buderuswohnungen müssen bezahlbare Mietwohnungen bleiben" beigetreten. Bekanntlich will der Bosch-Konzern 1000 Werkswohnungen in Wetzlar und Umgebung veräußern. "Dieser Deal soll bereits im Monat November erfolgen", schreiben die Grünen. In der Kernstadt Lollar sind davon insgesamt 204 Wohneinheiten mit 600 Personen betroffen.

Für inaktzeptabel halten Grüne und GAL im Lumdatal die zu befürchtende Verkaufsvariante, in der die Wohnungen auf dem freien Markt (ohne soziale Abfederung und soziale Bindung) mit einer rigorosen Gewinnmaximierung veräußert werden. Ziel sollte es sein, verlässlich bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und so sozialer Ausgrenzung vorzubeugen. Diese Mietbestände sollten daher in kommunale oder gemeinnützige Hand überführt werden, statt zu Rendite- oder Spekulationsobjekten auf dem Kapitalmarkt zu werden.

Eine gesellschaftliche Verantwortung liege aufseiten des Verkäufers. Bosch beweise auch in anderen Zusammenhängen, dass es als multinationales Unternehmen soziale Zusammenhänge erkennt und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsteht. Der Imageschaden für Bosch sei noch begrenzbar, "wenn das Unternehmen seinem Stiftungssinn und somit auch der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge folgt".

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