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Tess Wiley mit Gitarre und Cordula Poos auf der Harfe bieten in Inges Hof auf dem Kirchberg ein Konzert.

Ein unkonventionelles Duo

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Lollar (vh). Ein Freiluftkonzert der besonderen Art gab es jetzt in Inges Hof auf dem Kirchberg. Zwei starke Frauen, die ihre Musik unterschiedlich interpretieren, trafen aufeinander. Als standhaft erwiesen sich auch die beiden Saiteninstrumente angesichts der Temperaturen, die deutlich unter 20 Grad lagen.

Das Daumendrücken für Gitarre und Harfe jedenfalls half. Der lauschige Innenhof hielt die umgebende Kälte ab, Jacken und Wolldecken taten beim Publikum ein Übriges. So gerüstet, konnte ein unkonventionelles Konzert voranschreiten.

Wiley, die aus den USA stammt, nun in Gießen wohnt, widmete ihre oft rauchig wirkende Singstimme schon zu Studienzeiten dem Folk-Rock. Manchmal klingt es annähernd wie Country.

Jedenfalls kann sich Wiley, kaum dass man ob des stimmlich handfesten Umgangs mit einem Lied durchgeatmet hatte, gesanglich sehr flexibel mitteilen und sie machte regen Gebrauch davon.

Wundervoll ergänzt

Poos hatte in Berlin, Italien und Würzburg klassisch die Harfe studiert. Eigentlich ein hochseriöses Unternehmen für den Konzertsaal. Doch Poos hat sich für Harfen-Pop und Percussion-Soul entschieden. Insofern kann die Poos’sche Harfe genau das, wofür Wileys Singstimme bekannt ist. Insofern ergab sich also eine wundervolle Ergänzung.

Das Zusammentreffen war insofern bestens geeignet, eine völlig neuartige Atmosphäre zu erzeugen. Die beiden Frauen gaben Gas, etwa bei "Tornados" oder zeigten sich sanft wie bei "Scarborough Fair". Eine Auswahl der weiteren Titel: "Sticks and Stones", "Völkerfreundschaft", "Nacht", "Vogel Glück", "My Heart", "Sad Clown" und "L’Isle sur la Sorgue".

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