Auf der Nordseite klafft ein großes Loch in der Mauer. Ortsvorsteher Markus Wojahn (r.) vermutet eine mutwillige Zerstörung. FOTO: VH
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Auf der Nordseite klafft ein großes Loch in der Mauer. Ortsvorsteher Markus Wojahn (r.) vermutet eine mutwillige Zerstörung. FOTO: VH

Unerfreulicher Mauerfall

  • vonVolker Heller
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Lollar(vh). Einen großen Schaden in der Friedhofsmauer entdeckte der Odenhäuser Ortsbeirat bei einem Ortstermin an der Nordseite, gleich neben der Sakristei. Ortsvorsteher Markus Wojahn sagte, das könne nicht von alleine entstehen. Jemand müsste mutwillig nachgeholfen haben. Mutmaßlich hätten Jugendliche sogar lose Steine auf das Gelände unterhalb geworfen. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek stellte fest: "Die Mauer gehört der Stadt, das ist unstrittig."

Im östlichen Bereich des Friedhofs wurde zwischen Mauer und Radweg vor Jahren ein Biotop angelegt, es bietet Raum für Vögel und Reptilien. Auf der Lahnseite ist die Mauerkrone durch Witterungseinflüsse in Mitleidenschaft gezogen. Hier und da fehlt bereits ein Stein, viele Fugen sind mörtelfrei. Bei der vertraglich geregelten Kirchenbaulast wurde vereinbart, dass die Kirchengemeinde für das Gebäude, die Kommune für das Außengelände verantwortlich sei. Eine Kostenschätzung vor Jahren hatte wenigstens 200 000 Euro für eine Vollsanierung ergeben. Fördergeld könne dafür nicht beantragt werden. Es sei ebenfalls keines geflossen für die Sanierung der Umfassungsmauer auf dem Kirchberg (2016). Wieczorek erinnerte sich an lediglich 5000 Euro.

Mathias Fritz schlug vor, die Mauer neu zu verfugen und Lücken durch das Einsetzen von anthrazitfarbenen Stangen aus Gusseisen zu kaschieren. Freilich müsse die Denkmalschutzbehörde zustimmen. Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, überschlägige Berechnungen für verschiedene Sanierungsvarianten anzustellen. Für den Fall einer Mauersanierung soll das Biotop im Osten des Areals möglichst unberührt davon bleiben.

Auf dem Lützelberg mit seinen Gefällstraßen sorgen Starkregenereignisse meistens für Verdruss, denn Wasser und Schlamm laufen über die Straße und Grundstücke. Wieczorek teilte mit, dass unterhalb der Muldenrinne das Einlaufbauwerk nun vergrößert werde.

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