Der Belag passt, die Bankette ist zu weich. Das sorgt für kritische Nachfragen in Lollar.
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Der Belag passt, die Bankette ist zu weich. Das sorgt für kritische Nachfragen in Lollar.

Kommunalpolitiker haken nach

Straße zwischen Salzböden und der Schmelz: Weiche Bankette sorgt für Stirnrunzeln

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
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Nach der Sanierung der Straße zwischen Salzböden und der Schmelz gibt es kritische Fragen. Die Bankette links und rechts des Teerbelags hat an etlichen Stellen Spurrillen, so dass die lose Steinerde herausgefahren wird. Hessen Mobil verspricht Maßnahmen.

"Die Bankette ist noch in Ordnung zu bringen". räumt Bernd Marquardt von Hessen Mobil ein. Denn die Straße zwischen Salzböden und der Schmelz ist nach der Sanierung offiziell noch gar nicht wieder für den Verkehr freigegeben und erst seit knapp zwei Wochen wieder befahrbar. Doch schon zeigt sich, dass die Bankette links und rechts des Teerbelags an etlichen Stellen Spurrillen hat, dass die lose Steinerde herausgefahren wird. Die Ursache: Das Sträßchen ist nur vier Meter breit, stellenweise sogar etwas weniger. Ergo weichen Autofahrer im Begegnungsverkehr zwangsläufig auf den unbefestigten Radstreifen aus. Der ist zu weich, gibt schon jetzt bei Trockenheit nach und nimmt Schaden. Breiter als vorher wollte man die Straße aber nicht ausbauen, so die Erläuterung. Um eben keine weitere Natur zu versiegeln.

Just dazu gibt es kritische Nachfragen von Kommunalpolitikern aus Lollar und Wettenberg. Sie hatten sich am Mittwoch in Salzböden getroffen, um die in den vergangenen Wochen instandgesetzte Kreisstraße Richtung Schmelz in Augenschein zu nehmen.

Und sie schauen lieber zweimal hin, fragten dreimal nach. Denn schließlich sollen Lollar und Wettenberg die Straße vom Kreis in ihr Eigentum übernehmen und damit künftig auch die Instandhaltung bezahlen: Lollar den jetzt frisch geteerten Abschnitt zwischen Salzböden und dem Weiler Schmelz, Wettenberg das fast fünf Kilometer lange Stück zwischen Krofdorf und dem Forsthaus im Wald. Nach derzeitigen Stand soll dieses Stück genau so ausgeführt werden wie jenes im Tal der Salzböde: Nach Abtragen des schadhaften Belags werden zehn Zentimeter Trag- und vier Zentimeter Deckschicht neu eingebaut. Das gilt als ausreichend für eine weniger frequentierte Straße. Auch durch Holzlaster erwartet Hessen-Mobil keine Probleme.

Eher skeptisch zeigt sich der Wettenberger Bürgermeister Thomas Brunner. Das möge wohl für gerade Strecken genügen. Aber just dort, wo schwere Holztransporter aus dem Wald auf die Straße auffahren, wirkten große Scherkräfte. Er stellt infrage, ob der Ausbaustandard dies aushält.

Bleibt zudem die Frage nach anderer Befestigung der Randstreifen, etwa mit Rasengittersteinen. Das wird noch auszudiskutieren sein - so wie auch die Zukunft des mittleren Streckenabschnitts zwischen Waldhaus und Schmelz. Den will die SPD-geführte Koalition im Kreis zum Radweg umwidmen; CDU; FDP; AfD und viele Nutzer plädieren für eine durchgängige Befahrbarkeit mit dem Pkw. Beschlüsse stehen noch aus. FOTO: SO

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