Stellplätze sollen etwas breiter werden

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Lollar (vh). Der Finanzausschuss der Stadt Lollar hat sich erneut mit der städtischen Stellplatzsatzung beschäftigt. Markus Wojahn (CDU) stellte fest, in der überarbeiteten Fassung fehlten Angaben zum Fahrradständer. Das halte er für unpassend. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek meinte dazu, die Räder habe man absichtlich unerwähnt gelassen, damit niemand auf die Idee kommen könne, für sein Auto ersatzweise einen Stellplatz für ein Rad anzugeben, der weniger Platz benötige. Hartmut Bierau (SPD), ehemals Bauamtsleiter in Allendorf/Lumda, informierte darüber, dass die Hessische Bauordnung und ihre Ausführungsbestimmungen die Bestimmungen zu Fahrrädern regele. Deshalb könne die Stadt Lollar in dieser Hinsicht nicht selbstständig etwas machen.

Wojahn stellte noch den Antrag, die für Autos ausgewiesene Stellplatzbreite von 2,50 Meter auf ein Minimum von 2,70 zu erweitern. In der Begründung sagte er, die heutigen Fahrzeuge seien meistens breiter gebaut und außerdem Zweitürer. Heidi Alt (Grüne) sagte, selbst der ADAC empfehle nur 2,50 Meter. Norman Speier (SPD) gab zu bedenken, dass bei Vergrößerung der Breite und somit Stellplatzfläche auch eine andere Ablösesumme zu zahlen sei, falls jemand keinen Stellplatz ausweisen wolle. Wojahn fand ebenfalls die Länge von fünf Meter zu knapp bemessen für ein Auto. Wojahn: "Es sollten 5,20 Meter sein."

Bierau teilte mit, dass das zu Problemen mit bestehenden Bebauungsplänen führen könne, denn von der Grundstücksgrenze (Bürgersteig) bis zur Wohnbebauung sei der Abstand dann nicht immer groß genug. Diese Neuregelung könne dann nur für künftige Bebauungspläne gelten. Der Finanzausschuss stimmte nach der Aussprache über den Antrag auf die neue Stellplatzbreite von 2,70 Meter ab. Seine Empfehlung für die Stadtverordneten war einstimmig. Über die Stellplatzlänge von 5,20 Meter gab es keine Abstimmung.

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