Sicherheit der Radfahrer im Blick

Stadtverordnete für Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt

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Lollar (vh). Das Lollarer Stadtparlament diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über eine Tempo-30-Regelung in der Ortsdurchfahrt der Kernstadt, Gießener und Marburger Straße, gleichwohl es sich hierbei um eine Landesstraße, die L 3475, handelt. Das Aufstellen entsprechender Straßenschilder, was laut Heidi Alt (Grüne) bloß eine Kleinigkeit wäre, kann die Stadt Lollar nicht veranlassen, sondern die zuständige Straßenverkehrsbehörde, Hessen Mobil. Die Fraktion der Grünen beantragte jedenfalls, die städtische Ortspolizeibehörde möge bei Hessen Mobil dahin gehend vorsprechen.

Der Grünen-Antrag bezog sich auf den Bereich der Marburger Straße von der Querspange bis zur Bahnhofstraße. Außerdem verwies der Antrag auf einen Parlamentsbeschluss vom Dezember 2015, der die Einrichtung von Tempo 30 in der Gießener Straße/Holzmühler Weg bis Marburger Straße/Lumdastraße forderte. Alt erklärte, damals sei der Lärmaktionsplan Hessen ursächlich gewesen, der aktuelle Antrag beziehe sich auf die Sicherheit der Radfahrer.

Markus Wojahn (CDU) machte sich lustig über eine Doppelung im Antragstext der Grünen. Der Bereich Marburger Straße von der Lumdastraße bis zur Bahnhofstraße werde zweimal genannt: im Beschluss 2015 und aktuell. Wojahn zweifelte an der Ortskenntnis der Grünen.

Beim Diskutieren konnten sich die Politiker nicht einigen, ob die Kernstadt Lollar vielleicht die schlechtesten Radwege im Landkreis habe; bis der Ruttershäuser Hartmut Wirth (SPD) informierte, er fahre wöchentlich mindestens dreimal mit dem Rad nach Lollar. Die dortigen Radwege seien nicht die schlechtesten, sondern "die mit Abstand schlechtesten". Norman Speier (SPD) sagte, der Beschluss 2015 sei nicht die Idee der Stadt gewesen, vielmehr eine Landesaktion. Cornelia Maykemper (FDP) meinte, "wir werden uns entschleunigen müssen".

Ein Antrag von Gerald Weber (CDU), das Thema in den Bauausschuss zu verweisen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag von Speier, den Text der Grünen zu korrigieren, indem es neu heißen würde, die komplette Ortsdurchfahrt von der Querspange bis zum Holzmühler Weg für Tempo 30 vorzuschlagen, wurde mehrheitlich beschlossen.

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