Spalier mit Traktor, Handkäs für Kerner

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Diesen Satz wird Bürgermeister Bernd Wieczorek ganz bestimmt schon bald bereuen. Aber eigentlich blieb dem Lollarer Rathauschef angesichts des tollen Empfangs, der der Tour der Hoffnung am Donnerstagvormittag in Ruttershausen bereitet wurde, nichts anderes übrig. "Ruttershausen ist unser kleinster Stadtteil, aber auch der feinste", sagte er.

Diesen Satz wird Bürgermeister Bernd Wieczorek ganz bestimmt schon bald bereuen. Aber eigentlich blieb dem Lollarer Rathauschef angesichts des tollen Empfangs, der der Tour der Hoffnung am Donnerstagvormittag in Ruttershausen bereitet wurde, nichts anderes übrig. "Ruttershausen ist unser kleinster Stadtteil, aber auch der feinste", sagte er.

Mit einem Spalier aus hupenden Traktoren und den Kindern der Grundschule Lollar, die die rund 200 Frauen und Männer in den grünen Trikots abklatschten, wurde der Tour-Tross auf dem Betriebsgelände des Unternehmens Weimer begeistert empfangen. "Das ist einmalig", freute sich Chef und Mitradler Jens Weimer, der Schirmherrin Petra Behle einen Scheck in Höhe von 5600 Euro überreichte. Vom Taschengeld zweigte jeder Grundschüler zudem einen Euro für die krebskranken Altersgenossen ab, machte nochmal 200 Euro. Da war dann eine grüne La Ola für die Gastgeber fällig.

Nach dem Startrekord am Mittwoch (siehe Text unten) war das Feld am Morgen in Marburg gestartet und erreichte – nach einem Stopp in Wenkbach – um kurz vor elf wieder Gießener Boden. Nach der Station bei Weimer folgte der längste Tagesabschnitt nach Hüttenberg, bei dem Gießen vom Feld im Eiltempo von Nord nach Süd durchradelt wurde, stets umschwärmt und bestens abgesichert durch die aufmerksamen Kradfahrer der Polizei.

Schon bei der Ankunft am Hüttenberger Sportzentrum wurde klar, dass Reinhard Schargitz nicht zu viel versprochen hatte, als er im Vorfeld einen "großen Aufschlag" ankündigte. Hunderte Kinder und Erwachsene waren gekommen, um die Tour und die zahlreichen Promis mit einem langen Spalier zu begrüßen. Nachdem der Tross Mittagessen gefasst hatte, Eberhard Gienger mit dem Fallschirm eingeschwebt war und Bürgermeister Christoph Heller Stargast Johannes B. Kerner die beiden "großen H" (Handkäs und Handball) von Hüttenberg erklärt hatte, ging’s zur Sache. Schargitz zählte die Spender auf, und als er fertig war, standen unterm Strich 23 632 Euro. "Damit liegen wir knapp vor Pohlheim", verkündete Schargitz unter dem Jubel der Hüttenberger.

Bei brütender Hitze ging’s weiter in die Wetterau und an den Taunusrand. Kurz vor dem Tagesziel Rosbach vor der Höhe erwischte die Hoffnungsradler eine Gewitterdusche. Heute geht es weiter von Frankfurt nach Darmstadt, am Samstag ist Heidelberg Endstation der Tour der Hoffnung 2018.

Über die noch nicht veröffentlichten Spenden vom Mittwoch und Donnerstag berichtet die Gießener Allgemeine am Samstag.

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