Schwarz-Grün ist vom Tisch

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Lollar (jwr). Für die Lollarer Stadtverordnetenversammlung zeichnet sich eine Fortsetzung von Rot-Grün ab. Laut Heidi Alt, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen, hat am Donnerstag ein erstes Koalitionsgespräch stattgefunden. Man setze auf das »bewährte« Bündnis. »Die SPD ist bei den Sondierungen gleich mit Sachthemen eingestiegen, die uns wichtig waren«, sagte Alt und verwies auch auf die Zustimmung zur möglichen Lumdatalbahn-Reaktivierung und Engagement beim Klimaschutz.

Bei der Kommunalwahl hatte die SPD deutliche Verluste (gut zehn Prozentpunkte) verzeichnet. Die Grünen konnten um knapp acht Prozentpunkte zulegen, die FDP landete bei 10,7 Prozent. Die CDU erhielt gut vier Prozentpunkte mehr als 2016 (nun 32,8 Prozent) und löst damit die SPD als stärkste Fraktion ab. Daher hatten die Christdemokraten zunächst die Initiative ergriffen und die Grünen zu Sonderungsgesprächen eingeladen.

CDU enttäuscht

CDU-Stadtverbandschef Dr. Jens-Christian Kraft zeigte sich am Donnerstag enttäuscht über den Abbruch der Gespräche seitens der Grünen. Nach einem ersten Treffen in der Vorwoche (»atmosphärisch sehr gut«) sei er davon ausgegangen, dass man sich erneut treffen werde. Die Grünen hätten dann aber abgesagt und auf die anstehenden Koalitionsgespräche mit der SPD verwiesen. »Aus meiner Sicht gab es bei dem Treffen keine Themen, die als K.-o.-Kriterium getaugt hätten«, sagte Kraft. Er habe die Gespräche auf einem guten Weg gesehen. Kraft weiter: »Unsererseits gab es keine Vorbehalte. Wir hätten es gerne versucht, es hätte gut gepasst.« Weiter informierte Kraft, dass er künftig die CDU-Fraktion führen werde.

Aufseiten der Grünen fällt die Beurteilung des Gesprächs etwas anders aus: »Zu konkreten Diskussionen über Sachthemen ist es eigentlich noch gar nicht gekommen - anders als bei der SPD«, sagte Alt. Man strebe aber auch mit der CDU eine »konstruktive Zusammenarbeit im Parlament« an. Völlig unstrittig war die Entscheidung zugunsten der SPD offenbar nicht: »Wir haben schon eine ganze Weile diskutiert. Es wurde auch kritisch gesehen, dass wir in den letzten Jahren zu wenig grüne Politik umgesetzt haben«, so Alt.

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