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Die Stadt verkauft die "Neue Schule" (Mitte) und das Feuerwehrgerätehaus (r.) an eine Privatperson. Der behindertengerechte Zugang (Rampe) von der Hauptstraße zur Straße Auf der Hohl (Vordergrund) und die Treppe daneben bleiben weiterhin zugänglich. FOTO: VH

Schule soll Begegnungsstätte werden

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Lollar(vh). Für Einsatzabteilung und Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Odenhausen heißt es nun Abschied nehmen von ihrem Quartier in der Hauptstraße 19A. Der städtische Finanzausschuss hatte bereits einstimmig beschlossen, dieses Grundstück samt der "Neuen Schule" (Hauptstraße 21) an eine Privatperson zu veräußern. Allerdings verbleiben Treppe und Rampe zur Straße Auf der Hohl hin im Eigentum der Stadt, das Durchgangsrecht von der Hauptstraße zur Hohl wird im Grundbuch verankert.

Im Rahmen der Dorfentwicklung wurde im Sommer 2017 die Treppe erneuert, eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zusätzlich gebaut. Der Kaufpreis für beide Gebäude beträgt 313 200 Euro. Der Neueigentümer möchte im Erdgeschoss der Neuen Schule eine Begegnungsstätte für die Ortsvereine oder ein Jugendzentrum einrichten, im Obergeschoss und Dachgeschoss jeweils Wohnungen. Das Feuerwehr-Gerätehaus wird durch ihn künftig als Lager, Werkstatt und Büro genutzt.

Forst: Stadt macht Minus

Den Forstwirtschaftsplan 2020 hat der Ausschuss einstimmig beschlossen. Es entsteht ein vorläufiger Zuschuss in Höhe von 69 600 Euro. Verantwortlich für das Minusgeschäft sind die jüngsten Waldschäden durch Dürre und Schädlinge sowie der Preisverfall am Holzmarkt. Die Ballfangzäune auf dem Sportplatz Lollar (Stadion) müssten dringend instandgesetzt werden, forderte Gerald Weber (CDU). Die Stadt Lollar hatte acht Anbieter angeschrieben, aber nur ein Angebot über 17 500 Euro erhalten.

Ausschussvositzender Hartmut Wirth (SPD) erklärte, dies sei maßlos überteuert. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek gab zu bedenken, es sei schwierig, das Bieterverfahren "mittendrin anzuhalten". Er könne bestenfalls mit dem Anbieter verhandeln, damit jener aus Kulanz zurücktrete. Heidi Alt (Grüne) vermisste ein Leistungsverzeichnis. Horst Klinkel (SPD) gab zu bedenken, dass nicht ausschließlich die Ballfangzäune hinter den Toren gemeint seien, sondern auch 55 Meter laufender Zaun rundum erneuert werden sollten. Einstimmig verschob der Ausschuss die Entscheidung.

Einstimmig beschloss man ebenfalls die Auftragsvergabe für die Umgestaltung der Fläche am Keulerbachbrunnen (Ecke Gießener Straße/Kirchstraße).

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