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Schon wieder dicht

  • vonLena Karber
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An der Kreisstraße zwischen Salzböden und dem Abzweig zur Schmelzmühle werden seit Montag Nachbesserungsarbeiten an der Bankette vorgenommen. Dazu ist die Strecke voll gesperrt - zum wiederholten Male. Insgesamt ziehen sich die Sanierungsmaßnahmen nun bereits über mehrere Monate hin.

Im August war die Straße auf einer Länge von 2,2 Kilometern instandgesetzt worden, indem die Trag- und Deckenschicht erneuert wurde. Bei der Abnahme der Bauarbeiten waren jedoch Mängel festgestellt worden: Die Bankette sei zu weich, kritisierten Kommunalpolitiker aus Lollar Anfang September bei einem Ortstermin.

Hintergrund: Bei einer Straßenbreite von nur vier Metern müssen Autos und Lastwagen bei Begegnungsverkehr häufig auf die Straßenränder ausweichen, weshalb diese gut befestigt sein müssen. Für die Stadt Lollar ist das wichtig, da sie den Abschnitt nach der Sanierung vom Kreis übernehmen soll und damit auch künftig für deren Instandsetzung aufkommen muss.

Mehr Halt durch groben Schotter

Ab dem 18. November war die Straße schließlich erneut gesperrt worden, um die Fahrbahn vor der alten Gewölbebrücke am Ortsausgang von Salzböden zu erneuern und den Randstreifen nachzubessern - aus letzterem wurde jedoch nichts: Das etwas grobere Material, mit dem die Bankette instandgesetzt werden sollte, fand durch das darunterliegende feine Material keinen Halt. Die Arbeiten wurden abgebrochen. Es sei entschieden worden, das feine Material, die sogenannte Steinerde, auszubauen, erläuterte die Straßenbauverwaltung das weitere Vorgehen.

Zusätzliche Kosten entstehen dem Steuerzahler immerhin nicht: "Da es eine Nachbesserung aufgrund fehlerhafte Leistung ist, zahlen wir das nicht", teilt eine Sprecherin des Landkreises Gießen auf Anfrage mit.

Nun werden die Straßenränder mit grobem Schotter sowie einer vier Zentimeter dicken Schicht aus grober Stein-erde befestigt. Die Arbeiten sollen bis Freitag andauern. Der Verkehr wird über Odenhausen, Ruttershausen, Wißmar und Krofdorf-Gleiberg umgeleitet. Die Zufahrt zur Schmelz ist nur über Krofdorf-Gleiberg möglich. lkl/Foto: lkl

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