sued_Sportplatz_010621_4c_1
+
Dringend muss der Sportplatz in Salzböden saniert werden. Auf dem jetzigen Hartplatz steht bei Regen das Wasser. Das Problem ist die Bewässerung eines künftigen Rasenplatzes.

Reiner Aktionismus?

  • vonVolker Heller
    schließen

Lollar (vh). Die CDU-Fraktion möchte die Planungen für einen neuen Sportplatz in Salzböden beschleunigen und konkretisieren. Sie beantragte im Stadtparlament, der Magistrat möge mit Nachdruck die Planungsarbeiten vorantreiben. Das Vorgehen der Christdemokraten sorgte nun für verwunderte Gesichter.

Norman Speier (SPD) erinnerte sich, das Parlament habe doch der Anlage eines Rasenplatzes zugestimmt. Man solle zunächst die mögliche Förderzusage des Schulsportstätten-Entwicklungsplans des Landkreises abwarten. Wolfgang Haußmann (Grüne) ergänzte: »Das wollten wir doch alle und haben die Mittel 2019 schon im Haushalt eingestellt.« Nun wolle die CDU mutmaßlich den Anschein erwecken, sie »sei besonders anpackend und fortschrittlich«. Er warnte vor einem »unüberlegten Schnellschuss«.

Diskussionen seit vielen Jahren

Die Wasserversorgung des künftigen Rasenplatzes sei momentan noch nicht geklärt. Mitte April habe der Ortstermin mit einem Ingenieurbüro auch keine Lösung gebracht. Der Zweckverband Lollar-Staufenberg solle klären, woher man das benötigte Wasser nehmen könne.

Ohne das Ergebnis einer Wasserrecherche sei der CDU-Antrag »reiner Aktionismus«. Die Sache solle in den Bauausschuss vertagt, außerdem die Anschaffung einer Flutlichtanlage für den Sportplatz Odenhausen mitbetrachtet werden. Rüdiger Pohl (CDU) sagte, die Sportplatzsanierung werde seit 2013 diskutiert. Es habe Sonntagsreden, aber bisher keine Lösung gegeben. Der Antrag solle kein Schnellschuss sein, sondern eine Willenserklärung, die Sache voranzutreiben.

Speier korrigierte. Seit 2013 diskutierten der Sportverein Salzböden und die Stadtverwaltung. Das Parlament sei erst seit 2019 involviert. Würde etwa der Zweckverband feststellen, dass ein Pumpwerk nötig sei, welches bis zu 350 000 Euro kosten könne, stelle sich die Frage, ob man den Rasenplatz »um jeden Preis haben sollte«.

Der Ausschuss lehnte den CDU-Antrag mehrheitlich ab. Speiers erweiterten Antrag, zu prüfen, wie man kostengünstig den Rasen bewässern könne, ob es Zuschüsse des Landkreises gebe und ob eine Flutlichtanlage für Odenhausen infrage käme, nahm der Ausschuss an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare