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Auf dem »Platz des Liedes« an der Altenbergstraße in Odenhausen steht ein kreisrunder offener Holzpavillon. Links davon wäre Platz, um einen Bauwagen aufzustellen.

»Platz des Liedes« als Standort beschlossen

  • VonVolker Heller
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Lollar (vh). Die künftige Waldkindergartengruppe der Stadt Lollar steht womöglich unter einem schlechten Stern. Das Parlament hat soeben mehrheitlich den Standort »Platz des Liedes« (oberhalb des Schotterparkplatzes an der Altenbergstraße) in Odenhausen beschlossen. Rüdiger Pohl (CDU): »Das ist ein schlechtes Omen«. Die ausgewählte Fläche sei früher der Müllplatz von Odenhausen gewesen.

Überdies gab ihm die exponierte Lage zu denken. Pohl: »Das ist ein zugiges Loch.« Dann wollte er noch wissen, ob der Antrag seiner Fraktion nur deshalb abgelehnt werde, weil er eben von der CDU käme. Deren Alternative läge bei der Grillhütte Salzböden, dem sogenannten »Atzenest«. Die Fläche dort liege geschützter und die Nähe zum Wald sei gegeben. An Baumarten stünden dort Douglasie und Eiche, somit machten dürre Kronenäste wohl keine Probleme.

Pohl führte den »sehr hohen Bedarf an Kita-Plätzen« an. Und in Salzböden gebe es noch keine Kita. Die Grillhütte eigne sich als Unterkunft.

Dr. Jens-Christian Kraft (CDU) rügte die Verwaltung. Der Standort Salzböden sei nicht wirklich geprüft worden. Ein vollwertiger Waldkindergarten werde das in Odenhausen nicht. Waldpädagogik könne man am vorgesehenen Standort nicht umsetzen (rundherum ist Feldflur), in Salzböden schon.

Michelle Kraft (CDU): »Ein Waldkindergarten braucht keine stationäre Nähe«. Die Kita »Bunte Villa« in Odenhausen liege weiter entfernt von Salzböden als vom »Platz des Liedes« und werde allemal das Notquartier bei extrem schlechtem Wetter. Kraft befürchtet, auf dem früheren Müllplatz lägen noch alte Autos begraben. Zum Spielen sei das ein schlechter Ort.

Norman Speier (SPD) informierte, die Kita Odenhausen habe eh schon Kontakte zur örtlichen NABU-Gruppe und dem Imker in Salzböden. Von der Bunten Villa zum Platz des Liedes seien es nur zehn Minuten Fußweg. Die Betreuungs-Regelzeit (7.45 bis 13 Uhr) könne bei Bedarf und in Absprache mit den Eltern um das Mittagessen und längere Betreuung erweitert werden.

Der Beschluss für den »Platz des Liedes« brachte elf Neinstimmen der CDU, eine Enthaltung und ansonsten Befürworter.

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