SWG als Partner der Wahl

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Lollar(jwr). Seit 2012 hat die Stadt Lollar keinen gültigen Konzessionsvertrag mit einem Stromanbieter. Um diesen Zustand zu beenden, hat der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) als "Eilausschuss" nun vorläufig entschieden, für die Dauer von 20 Jahren einen Vertrag mit den Stadtwerken Gießen (SWG) einzugehen. Laut dem einstimmigen Beschluss, den die Stadtverordnetenversammlung noch bestätigen muss, wird der Magistrat beauftragt, den Vertrag nach Ablauf von Rügefristen zu schließen. Um für die Auswahl des künftigen Partners eine fundierte und rechtssichere Grundlage zu haben, hatte eine Rechtsanwaltskanzlei im Auftrag der Stadt einen Kriterienkatalog erarbeitet.

Die Angebote der beiden verbliebenen Bewerber SWG und EnergieNetz Mitte (ENM) wurden dann hinsichtlich Versorgungssicherheit, Preisgünstigkeit, Effizienz, Verbraucherfreundlichkeit, Umweltverträglichkeit und erneuerbaren Energien verglichen und anhand eines Punktesystems bewertet, wie Rechtsanwalt Dr. Fabio Longo im Ausschuss erläuterte. Die beiden kommunalen Unternehmen hätten "hervorragende Angebote" vorgelegt - umso knapper fiel die Beurteilung nun aus: Bei einer maximalen Punktzahl von 150 erreichten die SWG 140,5, ENM 138,0 Punkte. Gemäß der Beschlussvorlage folgte der HFA der Empfehlung für die SWG.

Von "Scharmützeln" müsse man in Zukunft absehen, mahnte Longo mit Blick auf die Vorgeschichte: Nach Auslaufen des vorherigen Vertrages habe sich die Stadt bemüht, das Stromnetz zu erwerben und gemeinsam mit Lahnau und Biebertal eine kommunale Gesellschaft zu gründen, erläuterte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek auf GAZ-Anfrage. Dann habe sich die Gesetzeslage überraschend geändert. Ein daraufhin mit den SWG geschlossener Konzessionsvertrag war von einem Mitbewerber angefochten und daraufhin aufgehoben worden. Schließlich folgte die Neuausschreibung.

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