NABU errichtet weiteres Insektenhaus

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Lollar(pm). Die NABU Lollar stellte kürzlich sein drittes Insektenhaus am Holzmühler Weg 12 fertig. Das neue Insektenhaus hat eine Länge von 1,23 Metern bei einer Breite von 88 cm und misst in der Höhe 1,85 Meter. Als Grundmaterial für die große Anzahl von Bohrungen der späteren Brutkammern entschieden sich die Aktiven für Buchen-Hartholzwürfel. Begründung: Das Anbohren von Baumscheiben führt mittelfristig zur Rissbildung. Angerissene Bohrungen werden aber von Wildbienen für Brutkammern nicht angenommen. Alle späteren Brutkammern sind mit 5 cm Abstand mit einem Drahtschutz vor Fressfeinden geschützt.

Das auf dem Boden unter dem Insektenhaus regensicher gelagerte Totholz bietet Lebensraum für die Pelz- und Holzbiene, sowie 1400 mitteleuropäische Käferarten. Zwei Laubkörbchen im Hohlkammerbereich unter dem Schindeldach dienen als Winterquartier unter anderem den nützlichen Marienkäfern.

Herberge statt Hotel

Entwicklung der Biene: Vom Einbringen der Pollen, Eiablage, Entwicklung zur Larve bis zur Verpuppung und Schlupf aus der verschlossenen, aber atmungsaktiven Brutkammer vergeht ein ganzes Jahr. Wildbienen bleiben also nicht kurzfristig in einem Hotel; es sollte besser Insektenherberge oder Insektenhaus heißen.

Die Baugenossenschaft Lollar und Lumdatal stellte nicht nur zwei passende Grundstücke zur Verfügung, sie übernahm auch großzügigerweise die gesamten Materialkosten einschließlich farbiger Lehrtafeln. Ebenfalls von der Baugenossenschaft übernommen wurde das Anlegen der Wildblumenbeete, sowie das Pflanzen von heimischen Obstbäumen.

Ein baugleiches Insektenhaus wurde im vorigen Jahr auf dem Grundstück Kiesweg 6 aufgestellt. Die Planung, Materialbeschaffung, sowie Montage lag in den Händen von Arthur Wagner (Vorstand NABU Lollar). Der Busecker Colin Jandrasits übernahm insektenpädagogische Beratung.

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