Mangel an Ausgleichsflächen

  • schließen

Um im Bereich "Hinter der Holzmühle" am östlichen Rand der Kernstadt ein Wohngebiet ausweisen zu können, muss die Stadt Lollar Ausgleichsflächen vorweisen. Allerdings hat die Untere Naturschutzbehörde die ursprünglich vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen für nicht ausreichend erachtet, weshalb die Planung hinsichtlich der Flächen noch einmal überarbeitet wurde.

Um im Bereich "Hinter der Holzmühle" am östlichen Rand der Kernstadt ein Wohngebiet ausweisen zu können, muss die Stadt Lollar Ausgleichsflächen vorweisen. Allerdings hat die Untere Naturschutzbehörde die ursprünglich vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen für nicht ausreichend erachtet, weshalb die Planung hinsichtlich der Flächen noch einmal überarbeitet wurde.

Neben der Ausgleichsfläche "Auf dem Rußland" (an der B 3) wurde eine weitere Fläche am Lollarer Kopf ins Auge gefasst. Ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor Inikom war bereits im Vorjahr geschlossen werden. Nun soll noch eine Vereinbarung darüber getroffen werden, dass die Stadt die Ausgleichsmaßnahmen selbst vornimmt und sich Inikom an den Kosten beteiligt. Der Bauausschuss hatte die Vorlage bei einer Enthaltung der FDP einstimmig gebilligt.

Im Parlament wurde nun noch einmal über die vorgesehene zweite Ausgleichsfläche diskutiert. Gesprächsbedarf gab es vor allem seitens der CDU-Fraktion: "Ich sehe mich außerstande, dieser Vorlage zuzustimmen", sagte Rüdiger Pohl. "Wir haben in Lollar hochwertiges Ackerland und wollen nun darauf eine Streuobstwiese installieren", kritisierte er. Andere Beispiele hätten gezeigt, dass solche Wiesen bislang wenig Pflege erhalten hätten. "Ich bin ein Freund von Streuobstwiesen, wenn sie nicht verkommen", sagte Pohl. Er sehe in der angepeilten Fläche "keinen echten Ausgleich". Auch die FDP sei in dieser Hinsicht skeptisch, daher habe man sich im Bauausschuss enthalten, sagte Fraktionsvorsitzende Cornelia Maykemper.

Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek (parteilos) gab zu bedenken, dass keine weitere passende Ausgleichsfläche bekannt sei. Wenn aber nun die Vereinbarung an diesem Punkt scheitere, werde es auch das nötige Satzungsrecht nicht geben. "Deshalb appelliere ich, dass die Beschlussvorlage angenommen wird." CDU-Fraktionschef Markus Wojahn hielt dagegen: "Wenn der Stadtverwaltung nichts Weiteres an Ausgleichsflächen einfällt, brauchen wir über weitere Baugebiete nicht zu reden." Die CDU stellte den Antrag, den Magistrat zu ermächtigen, eine Fläche zu finden, die nicht umgewandelt werden muss. Dem schloss sich die FDP an, doch für eine Mehrheit reichte es nicht. Am Ende fand die Beschlussvorlage samt der Fläche am Lollarer Kopf mit den Stimmen von SPD und Grünen eine Mehrheit.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare