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Lumdarenaturierung wird gefördert

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Von: Redaktion

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Kommunalpolitiker aus Lollar informieren sich bei Vertretern von Unterer Wasserbehörde und Fischereiverband über Möglichkeiten der Lumdarenaturierung. © pv

Lollar (pm). Mitglieder der Fraktionen der Grünen und der SPD versammelten sich auf Einladung des Initiators Robin Lynker an der Lahn-Lumda-Mündung, um sich über mögliche Renaturierungsmaßnahmen zu informieren. Als Experten dabei waren Thomas Halblaub von der Unteren Wasserbehörde sowie Adrian Zentgraf, Geschäftsführer Verband Hessischer Fischer, und Michael Wolfram, Präsident Verband Hessischer Fischer.

Die Teilnehmer erfuhren, dass bis 2027 alle Gewässer europaweit einen guten ökologischen Zustand aufweisen müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden für die Renaturierungskosten Förderquoten bis zu 95 Prozent ausgelobt. Durch das stark verbaute Ufer der Lumda komme gerade der Mündungsbereich für solche Maßnahmen infrage, da dort dem Bach genügend Fläche gegeben werden kann, erläuterte Halblaub. Im Stadtgebiet, also dort, wo wenig Fläche zur Verfügung steht, plädiert der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde, sich die Wieseck im Bereich des Berliner Platzes als Vorbild zu nehmen. Dort sei durch große Steine und Kies ein guter Erfolg erzielt worden. Dieser Bereich mit gutem ökologischem Zustand diene als »Trittstein« für weniger naturnahe Bereiche.

Nach diesem »Trittsteinkonzept« solle auch Lollar verfahren. Zentgraf und Wolfram stellten die Unterstützung des Verbands und des Angelvereins Lollar hinsichtlich etwaiger Planungen und Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen in Aussicht. So wurde angedacht, ein Projekt mit der örtlichen Jugendgruppe zu initiieren.

Die Koalition aus SPD und Grünen will das neu gewonne Wissen nutzen, um einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung zum Thema »Lumdarenaturierung« einzubringen.

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