Buderus-Wohnungen

Linke fordert: Nassauische Heimstätte soll mitbieten

  • schließen

Lollar (pm). Aus Anlass der geplanten Versteigerung von rund 1000 Werkswohnungen aus dem Mietwohnungsbestand der Buderus Immobilien GmbH, einer Tochterfirma der Robert Bosch GmbH (die GAZ berichtete), fordert die Linke im hessischen Landtag, dass "bei den nach wie vor günstigen Werkswohnungen" in Lollar und Wetzlar diese auch in Zukunft im Interesse des Gemeinwohls und der Mieter bewirtschaftet werden. MdL Hermann Schaus bringt die Nassauische Heimstätte als "großes und kapitalstarkes landeseigenes Wohnungsunternehmen" ins Spiel. Die NH könne die Werkswohnungen komplett übernehmen. Schaus: "Nur so kann sichergestellt werden, dass weder Vonovia SE noch Deutsche Wohnen SE noch andere große profitorientierte Player zum Zuge kommen." Eine private Übernahme hätte aus Sicht der Linken "fatale Konsequenzen" was Miethöhe, Objektbetreuung, Wohnqualität sowie Mietermitbestimmung angeht.

Angesichts ihrer Expertise und ihrer finanziellen Ausstattung verfüge die NH über die Mittel, um sich in einem kurzfristigen Verkauf zu behaupten. So könnten danach Teile dieser ehemaligen Werkswohnungen mittel- und langfristig an eine noch zu gründende kommunale Wohnungsbaugesellschaft überführt werden.

"Der Verkauf von Wohnungsbeständen an Höchstbietende war und ist ein schwerwiegender Fehler, den es grundsätzlich zu verhindern gilt", ergänzt Jan Schalauske als wohnungspolitischer Sprecher der Linken. Stattdessen müsse die Gemeinwohlorientierung eines Käufers garantiert sein und die öffentlichen Bestände spürbar ausgeweitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare