Kontroverse um Neubaugebiet

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Lollar(pm/jwr). Das mögliche Neubaugebiet "Unterm Grasweg" in Ruttershausen und die Frage, wie und in welchem Umfang es angegangen werden sollte, beschäftigt zurzeit die Lollarer Kommunalpolitik, war am Dienstag Thema im Bauausschuss. Im Parlament wird es am kommenden Donnerstag um die Baulandumlage gehen, vorab äußern sich nun SPD und Grüne sowie CDU in Pressemitteilungen dazu.

Ziel von SPD und Grünen sei eine Vergabe nach dem "Einheimischenmodell", schreibt SPD-Fraktionschef Norman Speier. Man befürworte im Bereich "Unterm Grasweg" die "kleine Variante" mit circa 30 Bauplätzen. Dieser Bereich sei in Vorgesprächen als unproblematisch für die umliegende landwirtschaftlich genutzte Fläche bezeichnet worden. Das Baugebiet solle klimaneutral geplant, nachhaltiges Bauen unterstützt und andere Wohnformen wie ein Mehrgenerationenhaus laut SPD und Grünen umgesetzt werden.

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, insbesondere für junge Lollarer Familien, hätten SPD und Grüne einen Entwurf zu Vergabekriterien auf der Grundlage der Kautelen zwischen der EU-Kommission und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zum sogenannten Einheimischenmodell, erarbeitet. Diese Kriterien sollten Grundlage für die Vergabe der Bauplätze sein, die nach einem Punktesystem erfolgt.

Die CDU steht dem Projekt in dieser Form kritisch gegenüber. Man sei "weiterhin klar gegen das 21 Hektar große Baugebiet in Ruttershausen", äußert sich der Vorsitzende Dr. Jens-Christian Kraft, und weiter: "Der vorliegende Beschluss ist der Startschuss für dieses Megaprojekt, exakt so wie es in der Bürgerversammlung vorgestellt wurde. Anderslautende Beschwichtigungen der Befürworter sind unglaubwürdig und der anstehenden Kommunalwahl geschuldet."

Die CDU lehne die Beschlussvorlage daher ab. Man schlage stattdessen die beidseitige Bebauung des Rosenwegs mit zehn bis zwölf Bauplätzen sowie "den Stopp weitergehender Aktivitäten" vor.

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