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Verleihung von Silbernen Ehrenplaketten des Hessischen Ministerpräsidenten mit (v. l.) Landrätin Anita Schneider, Dr. Bernd Maykemper (Germania), Rüdiger Schwalm (Eintracht) und Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek.

Kleiner Empfang - große Ehre

  • VonVolker Heller
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Lollar (vh). Die Silberne Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten hat Landrätin Anita Schneider am Mittwoch an zwei Lollarer Vereine überreicht. Stellvertretend für den Radfahrverein Germania 1895 nahm Vorsitzender Dr. Bernd Maykemper die dem Ehrenamt gewidmete Plakette einschließlich Urkunde entgegen. Den Sportverein Eintracht Lollar 1920 vertrat Vorstandsmitglied Rüdiger Schwalm.

Lob fürs Ehrenamt

Im Februar 2020 hatte es die Germania gerade noch geschafft, in der Vereinsgaststätte »Zur Linde« ihr Jubiläum zu begehen. Dann kam die Coronapandemie und vermasselte der Eintracht das Jubelfest. Aus diesem Grund musste auch die Übergabe der durch den Landessportbund Hessen angeregten Auszeichnungen mehrfach verschoben werden.

Beim Stehempfang in kleiner Runde im Foyer des Bürgerhauses huldigten nun alle Redner dem Ehrenamt. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek wusste, seit Corona durchlebten die Ehrenamtlichen in den Vereinen eine schwierige Zeit. »Stellvertretend für alle, die vor euch da waren«, nähmen Maykemper und Schwalm die Ehrenplakette entgegen, so Wieczorek. Den Scheck der Stadt Lollar habe er beim Jubiläumsfest der Germania übergeben. Die Eintracht kam jetzt an die Reihe.

Landrätin Schneider erinnerte sich an ein »schönes Fest« der Germania. Besonders die Darbietung der Kunstradfahrerinnen habe ihr imponiert. Bei den Radlern sei momentan der touristische Bereich besonders wichtig. Sportler der Germania hätten in der Vergangenheit auch die Partnerstadt mit dem Rad bereist (bis zum französischen Brassac-les-Mines sind es fast 1000 Kilometer). »Mit ein bisschen Training kann jeder daran teilnehmen«, so Schneider zum Portfolio des Vereins. Sie bedauerte, dass die Eintracht nicht habe feiern können. Für einen Verein, der andere in Bewegung bringen wolle, sei das aus der Pandemie resultierende Nichtstun wohl schwerlich zu ertragen.

Unter der coronabedingten Untätigkeit müssten besonders Kinder und Jugendliche leiden, folgerte die Landrätin. In dieser Situation habe es bestimmt gutgetan, den diesjährigen SWG-Kreispokal-Finaltag auszurichten. Schneider blickte auf die wechselvolle Vereinsgeschichte der Eintracht: Einmal mit Turnern, dann wieder ohne Turner. Es gebe eine »tolle Frauenmannschaft« und »erfolgreiche Jugendarbeit«. Schneider bilanzierte, kein Verein gedeihe ohne das Ehrenamt. In den Vereinen wiederum sehe sie »die Wiege der Demokratie«. Die Ehrenplakette drücke den Respekt vor der Leistung aller bisherigen Vereinsvorstände aus. Sie würdige deren Verantwortung.

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