Keine Änderung bei Kita-Schließtagen

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Lollar(jwr). Die Stadtverordnetenversammlung hat einen CDU-Antrag zum Thema Kita-Schließzeiten mehrheitlich abgelehnt. Die Christdemokraten hatten gefordert, die Anzahl der Schließtage - laut Satzung bis zu 20 - für 2020 um fünf zu reduzieren.

Während der coronabedingten Schließung sei die Betreuung in der Regel durch die Eltern erfolgt, die dafür teils ihren persönlichen Jahresurlaub genommen hätten, heißt es in der Begründung. Um Eltern "bei der Planung ihrer familiären und beruflichen Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte zu entlasten", sollten die Schließtage reduziert werden. Der Abbau von Jahresurlaub und Überstunden des Personals sei dieses Jahr auch bei reduzierten Schließtagen möglich.

"Der Antrag ist nachvollziehbar und gut gemeint, aber schlecht gemacht, weil schlecht vorrecherchiert", kritisierte Norman Speier (SPD) im Zuge der Beratungen. In den vergangenen Jahren seien die Kitas nur nach Weihnachten geschlossen worden, so Speier. Dies zu ändern, war laut CDU nicht die Intention des Antrags. Da in diesem Jahr ansonsten keine Schließtage vorgesehen seien, sei der Antrag "Quatsch". Speier weiter: "Die Mitarbeiter waren während der Kita-Schließungen nicht Däumchen drehend zu Hause", teils habe die Notbetreuung auch Wochenenden abgedeckt und sei ausgeweitet worden.

Die Schließtage zu reduzieren, sei gerade in Richtung des Personals "ein falsches Signal". Man hätte den Antrag nicht gestellt, wenn man nicht davon überzeugt gewesen wäre, erwiderte Dr. Jens-Christian Kraft (CDU).

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