Im Hallenbad Lollar/Staufenberg steht der Öffentlichkeit vorläufig nur noch der Samstagstermin zur Verfügung. FOTO: VH
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Im Hallenbad Lollar/Staufenberg steht der Öffentlichkeit vorläufig nur noch der Samstagstermin zur Verfügung. FOTO: VH

Hallenbad öffnet eingeschränkt

  • vonVolker Heller
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Lollar/Staufenberg(vh). In der Sportstadt Lollar wird auch das Schwimmen groß geschrieben. Kürzlich hat das Waldschwimmbad seine Pforten geöffnet. Für die Benutzer gelten die Vorschriften der Corona-Pandemie. Das Hallenbad an der Clemens-Brentano-Europaschule bleibt in den gerade beginnenden Sommerferien geschlossen. Es öffnet wieder am ersten Schultag, also am 17. August. Das vorzugsweise für den Schul- und Vereinssport konzipierte Bad gewährt normalerweise für die verbleibenden Stunden an vier Tagen im Wochenverlauf freies Schwimmen - der öffentliche Badebetrieb.

In Zeiten der Corona-Krise gibt es auch im Hallenbad eine Änderung. Vorläufig steht der Öffentlichkeit nur noch der Samstagstermin zur Verfügung, erstmals am 22. August und zwar von 15 bis 18 Uhr.

Lüftungsanlage wird saniert

Der Geschäftsführer des Trägers Zweckverband Hallenbad Lollar/Staufenberg, Steffen Geier, hat ein Hygienekonzept erstellt und sich dabei orientiert am Vorbild Westbad der Stadtwerke Gießen. Jeder Badbenutzer erhält das Schriftstück ausgehändigt. Darin enthalten sind Angaben zur Besucherzahl im Schwimmbecken (höchstens 30), den Duschen und Umkleideräumen. Gerhard Schneider vom Förderverein wird am Eingangs- bereich das Kontaktformular für die Badbesucher ausfüllen und auf die Einlassbegrenzung achten. Der 31. Badegast müsste also so lange warten, bis ein Schwimmer das Bad wieder verlässt.

Die Verantwortlichen des Zweckverbands bitten die Nutzer um Mitarbeit. Ohne Eigenverantwortung gehe es gerade bezüglich der Desinfektion nicht.

Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek erläuterte der Verbandsversammlung im großen Saal des Bürgerhauses, dass die Kosten für den Ganztagseinsatz einer Reinigungsfirma erheblich seien, daher außer Frage stünden. Die Mitglieder billigten das Hygienekonzept einstimmig.

Vor Jahren bereits wurde über den Austausch der Lüftungsanlage nachgedacht. Ohne Zuschüsse wäre das nicht zu stemmen. Die hessische Landesregierung legte 2017 das 50-Millionen-Euro-Förderprogramm SWIM auf, damit die Bäder im Land modernisiert werden können. Lollar bewarb sich sogleich und musste doch warten. 360 000 Euro soll der Austausch der kompletten Lüftungsanlage für Schwimmhalle und Umkleiden insgesamt kosten. SWIM würde 114 000 Euro beisteuern, weitere 40 000 Euro der Förderverein Hallenbad. 213 000 Euro bringen die Städte Lollar und Staufenberg auf - über ein Dar- lehen in den Haushalten.

Zuvor gibt es noch ein Problem: Bevor das SWIM-Fördergeld fließen kann, müsste der Haushalt 2020 des Zweckverbands genehmigt werden. Die Genehmigung wiederum hängt ab von der noch nicht erfolgten Vorlage der Jahresabschlüsse von 2016 bis 2018 des Zweckverbands - diese brauchen indes nicht geprüft werden.

Die Verbandsversammlung wählte Steffen Geier zum Schriftführer und Stefan Schober zu seinem Stellvertreter. Über den Entwurf der Haushaltssatzung 2020 des Zweckverbands stimmte die Versammlung geschlossen ab. Zusätzlich wird ein Kassenkreditrahmen bis 100 000 Euro eingeräumt. Das sei vielleicht überflüssig, aber für alle Fälle sinnvoll, erklärte Schober, Finanzchef im Lollarer Rathaus.

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