Über die Zukunft von Bosch KWK Systeme in Lollar wird weiter verhandelt.
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Über die Zukunft von Bosch KWK Systeme in Lollar wird weiter verhandelt.

Blockheizkraftwerk-Sparte

Gespräche über Teilschließung von Bosch KWK Systeme in Lollar laufen

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Für Ende Juni peilen die Verhandlungspartner eine Einigung über die mögliche Teilschließung der Blockheizkraftwerk-Sparte bei Bosch in Lollar an. Doch noch gibt es offene Fragen.

Die Verhandlungen über eine Teilschließung der Blockheizkraftwerk-Sparte (BHKW) in Lollar (Bosch KWK Systeme) könnten aus Sicht des Unternehmens Ende Juni zu einem Abschluss kommen, zumindest hoffe man darauf. Dies teilte Sprecherin Silke Bartels auf Anfrage mit. Zu Ergebnissen der Verhandlungsrunde mit Arbeitnehmervertretern am Mittwoch machte sie keine Angaben. Man habe Vertraulichkeit vereinbart und werde sich nicht zu Zwischenständen äußern.

"Es gibt nicht viel Neues", kommentierte Stefan Sachs, IG-Metall-Bevollmächtigter und stellvertretender Aufsichsratsvorsitzender bei Bosch Thermotechnik, die jüngsten Gespräche. Er gehe davon aus, dass der BHKW-Service mit rund 100 Mitarbeitern aufrecht erhalten werde. "Von einer Komplettschließung war nie die Rede", betonte Sachs.

Eine zentrale Frage sei nun, ab wann eine Transfergesellschaft gegründet werden könnte. Ziel der Arbeitnehmervertreter ist laut Sachs, diese ab 1. Januar zu schaffen. "Jeder Monat, der Menschen von Arbeitslosigkeit abhält, hilft jetzt", sagte Sachs. Aufgrund der Pandemie-Situation werde es zunehmend schwieriger, einen neuen Arbsitsplatz zu finden.

Auch auf Gewerkschaftsseite habe man das Ziel, sich Ende des Monats über die Konditionen einer Teilschließung zu einigen, dies sei aber noch offen. Falls das nicht gelingen sollte, hält Sachs die Einschaltung einer Einigungsstelle für möglich. Derzeit zählt die KWK-Sparte in Lollar rund 170 Mitarbeiter.

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