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Der Ausländerbeirat Lollar veranstaltete im Bürgerhaus ein Treffen zum Kennenlernen. Es gab eine Vorführung von Kindern aus vielen Nationalitäten.

Gemeinsames Lied zum Abschluss

  • VonVolker Heller
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Lollar (vh). Der neue Ausländerbeirat der Stadt Lollar ist ein reges Gremium. Mal sammelt er Müll in der Kernstadt, dann gibt sein Vorsitzender, Dr. Awad Aljdi, kostenlos Arabisch-Unterricht. Jetzt gab es im Bürgerhaus ein Treffen zum Kennenlernen.

Dabei hielt Aljdi einen Vortrag unter dem Titel »Warum gerade Deutschland«. Er schilderte darin auch die eigene Flucht aus Syrien. 15 Millionen Menschen aus seinem Heimatland befänden sich außerhalb, hauptsächlich in der Türkei und Westeuropa. Der 3. Oktober war für das Treffen bewusst ausgewählt worden.

Aljdi nannte dafür drei Gründe: Den Tag der Deutschen Einheit, die kürzliche Bundestagswahl und die Interkulturelle Woche (3. Oktober: Abschlusstag) mit Tag des Flüchtlings am 1. Oktober. »Jeder von uns hat sich diese Frage gestellt«, so der Referent. Dahinter stecke der Wunsch nach einer »beständigen Zukunft«. Oberste Priorität für Deutschland sei die Sicherheit, denn für jeden Menschen stehe das Wohl und die sichere Zukunft seiner Familie an erster Stelle. In Deutschland angekommen, hätten die Kinder beim Anblick von Flugzeugen noch Angst gehabt. Aljdi erklärte, in Syrien seien dann immer Bomben vom Himmel gefallen.

Deutschland biete Meinungsfreiheit, was wiederum mit Sicherheit zu tun habe. Wer in Syrien seine Meinung offen gesagt habe, musste ständig Angst um sein Leben haben. In Deutschland dagegen werde politisches Engagement wie etwa im Ausländerbeirat anerkannt und sogar gefördert. Außerdem mache der Wille, alle Kulturen miteinander ins Gespräch zu bringen, Deutschland besonders. Dann gehörten materielle Dinge wie Schule, Wohnung, Essen und Trinken für die Flüchtlinge zu den guten Argumenten, hierher zu kommen. Aljdi fasste zusammen. Ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener: Man könne in Deutschland Bildung, Ausbildung, Studium und Arbeit finden.

Eine Vorführung von Kindern aus vielen Nationalitäten schloss sich an. Sie beschäftigten sich auch mit den Menschen und ihrer Umwelt. Jedem Kind war etwas zugeordnet: Baum, Blume, Biene, Hase, Fisch oder Vogel. Dann sangen sie gemeinsam das Lied »Alle wollen leben hier auf dieser schönen Erde«. Der Ausländerbeirat will weitere Aktionen durchführen.

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