Landrätin Schneider mit Dekan Daum und Stiftungsgeschäftsführer Wolf (v. l.). FOTO: VH
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Landrätin Schneider mit Dekan Daum und Stiftungsgeschäftsführer Wolf (v. l.). FOTO: VH

Geld für Notfallseelsorge

  • vonVolker Heller
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Lollar(vh). Die gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Gießen hat 5000 Euro an die Notfallseelsorge des Landkreises gespendet. Den symbolischen Scheck übergab Stiftungsgeschäftsführer Peter Wolf an Dekan Hans-Theo Daum. Er ist Koordinator für die Notfallseelsorge im Landkreis.

Mit der Spende soll nun Schutzkleidung angeschafft werden. Außerdem haben die analogen Funkmelder ausgedient, neue Digitaltechnik hält Einzug.

Anwesend bei der Scheckübergabe im evangelischen Gemeindezentrum in Lollar waren zudem Landrätin Anita Schneider, sie ist stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats, und der katholische Pfarrer Martin Sahm (Lich).

Wolf erläuterte, dass in Niedrigzins-Zeiten der Substanz- erhalt des Stiftungskapitals von sechs Millionen Euro Sorgen bereite. Jährlich würden bis zu 75 000 Euro ausgeschüttet. Der Stiftungsrat wähle aus den vorliegenden Förderanträgen aus. Laut Schneider kämen dafür Projekte aus sozialen, gemeinnützigen und kulturellen Belangen infrage.

Hilfe für Opfer und Einsatzkräfte

Rund 50 ehrenamtliche Notfallseelsorger gibt es im Kreisgebiet. Sie stehen bei Einsätzen der Rettungsdienste und des Katastrophendienstes bei Bedarf bereit. Notfallseelsorge, so erklärte es Daum, werde angefordert, sie dränge sich nicht auf. Alarmiert werden die Seelsorger hierzulande über die Leitstelle Gießen. Ihr Aufgabengebiet ist klar umrissen, sie führen Gespräche mit Einsatzkräften, Opfern und Angehörigen. Außerdem begleiten sie die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten.

Daum erklärte, man biete auch Vorträge für den seelischen Selbstschutz von Einsatzkräften an und gewähre den Notfallseelsorgern Supervision. Rund 100 Einsätze kämen jährlich zustande.

Während der Corona-Krise habe das Hilfsangebot ohne Einschränkungen funktioniert. Sei es zu Beginn der Pandemie im März und April noch relativ ruhig gewesen, so hätten die Einsätze im Mai und Juni wieder zugenommen. Daum lobte die "hohe Bereitschaft" der Ehrenamtlichen. Neue Interessenten sind immer herzlich willkommen.

Anfang 2021 beginnt der nächste Kurs für Nofallseelsorger. Die kostenlose Ausbildung umfasst 80 Stunden, die blockweise absolviert werden. Für den Dienst werden Schutzausrüstung und Meldeempfänger gestellt. Anders als früher ist eine besondere Berufsqualifikation für Interessenten nicht mehr erforderlich. Anmeldungen für den Kurs unter E-Mail hans-theo.daum@evhn.de.

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