Das 20. Adventskonzert der Voice Factory des Gesangvereins Mainzlar in der Kirche auf dem Kirchberg stellt die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens in den Mittelpunkt. Hier singt Julian Otto (links neben Daniela Werner, Klavier) die Rolle des Tiny Tim. FOTO: VH
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Das 20. Adventskonzert der Voice Factory des Gesangvereins Mainzlar in der Kirche auf dem Kirchberg stellt die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens in den Mittelpunkt. Hier singt Julian Otto (links neben Daniela Werner, Klavier) die Rolle des Tiny Tim. FOTO: VH

Geister und Weihnachten geht zusammen

  • vonVolker Heller
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Lollar/Staufenberg/Buseck(vh). Daniela Werner und ihre Chöre sind bekannt für manches Experiment. Diesmal lud die Voice Factory gleich vier Geister ein, im Mittelpunkt ihrer Adventskonzerte in der evangelischen Kirche Alten-Buseck und der Ruttershäuser Kirche auf dem Kirchberg zu stehen. Die vier Geister nämlich gehören zu Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte und sind quasi symbolisch betrachtet sozialkritische Botschafter eines Festes, das nach allgemeinem Verständnis Liebe und nichts als Liebe verbreiten sollte.

Glühwein zum Ausklang

Die Kirche auf dem Kirchberg war voll besetzt, und das Publikum erfuhr durch den Erzähler (Norfried Stumpf) und Chorgesang, wie man ein besserer Mensch werden kann. Am Ende des 19. Jahrhunderts ist der englische Geschäftsmann Ebenezer Scrooge noch das genaue Gegenteil. Auf seine Mitmenschen pfeift Scrooge im Allgemeinen und zumal an Weihnachten. Die vier Geister erscheinen ihm der Reihe nach des nachts und stellen die Folgen seiner Kaltherzigkeit rigoros in Aussicht. Scrooge legt noch rechtzeitig den Schalter um.

Soli als Darsteller sangen Lothar Seipp (Scrooge), Klaus Thomann (sein Geschäftspartner Marley), Julian Otto (Mitarbeiter Cratchits’ Sohn Tiny Tim). Die erzählte und gesungene Weihnachtsgeschichte wurde zusätzlich durch einige Videobilder illustriert. Wieder ein gelungenes Experiment mehr und der Beweis: Geister und Weihnachten, das geht schon zusammen. Es war das 20. Adventkonzert der Voice Factory und kostenlos wie immer. Spenden waren gern gesehen für den Verein (Gesangverein Mainzlar) und den im Aufbau befindlichen Aktivpark des TV Mainzlar.

Die Voice Factory sang außerdem deutsche Weihnachtslieder, einige im klassischen Gewand und andere modern arrangiert. Dann war teilweise Schluss mit Besinnlichkeit, denn über das Ohr gingen die neuen Rhythmen unmittelbar in die Beine. Schließlich ist Weihnachten ja ein Grund zur Freude, ob im christlichen Sinne oder über Geschenke. Auf dem Kirchberg traf man sich nachher noch zu Punsch, Glühwein, Würstchen und Gebäck.

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