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Die Projektbeteiligten um Kreisbaudezernentin Dr. Christiane Schmahl (Mitte) bei dem Pressetermin.

Freie Fahrt bei Friedelhausen

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Lollar (jwr). Diese Nachricht dürfte etliche Autofahrer, aber auch Fußgänger freuen: Nach monatelangen Arbeiten ist die Kreisstraße 26 bei Odenhausen ab dem heutigen Freitagvormittag wieder für den Verkehr freigegeben. Bei einem Pressetermin am Donnerstag informierten Kreisbaudezernentin Dr. Christiane Schmahl sowie Vertreter der DB Netz AG und des ausführenden Unternehmens Beck-Bau GmbH aus Eschwege über die Arbeiten der vergangenen Monate.

"Ich finde, es ist ziemlich schön geworden", sagte Schmahl, "vorher war es ein ziemlich dunkler Tunnel, für Fußgänger eine Qual". Denn bislang gab es an der Stelle, wo die K 26 unter der Trasse der Main-Weser-Bahn entlangführt, keinen Gehweg. Auch durch die Kurven der Straße war die Unterführung am Bahnhaltepunkt Friedelhausen schwer einsehbar, die Straße an diesem Punkt ein Nadelöhr. Aus Sicht der Dezernentin sind die nun erfolgten baulichen Änderungen ein Beispiel für "gute Gemeinschaftsmaßnahmen". Die Besonderheit an dieser Stelle: Während für die Bahnstrecke auf der Brücke die DB Netz AG als Baulastträger zuständig ist, sind die Arbeiten an der Straße Sache des Landkreises. Das Bauwerk war Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet worden, nun war die Unterführung laut Schmahl in so schlechtem Zustand, dass eine Erneuerung nötig gewesen sei.

Beleuchtung fehlt noch

Die Brücke wurde komplett abgetragen und neu errichtet, die Stützmauern erneuert und ein Fußweg von 1,50 Metern Breite hinzugefügt. Wegen der Arbeiten war die Zugstrecke dort an zwei Wochenenden nur eingleisig befahrbar, ansonsten wurde im laufenden Bahnbetrieb erneuert. Man sei sehr froh, dass die Arbeiten unfallfrei vonstatten gegangen seien, äußerte sich ein Vertreter des ausführenden Unternehmens. Dies sei an solchen Stellen längst nicht selbstverständlich. Bis zum 5. Dezember sollen nun noch Restarbeiten erledigt werden, unter anderem steht die Beleuchtung der Unterführung noch aus. Nahe des Bahnhaltepunktes sollen noch Pendlerparkplätze entstehen, dafür ist allerdings die Kommune zuständig.

Die Gesamtkosten der Arbeiten liegen nach Angaben des Landkreises bei 2,04 Millionen Euro. Die DB Netz AG zahlt dem Kreis etwa die Hälfte dieser Summe als Ablösebetrag. Die andere Hälfte der Kosten - den Anteil des Landkreises - bezuschusst das Land mit etwa 70 Prozent. Unterm Strich ist das Projekt teurer geworden als geplant, einst hatte der Kreis mit 1,61 Millionen Euro kalkuliert. Die Mehrausgaben lägen an "nicht vorhersehbaren Posten", etwa für zusätzliche Leistungen für Hilfsbrücken, erläuterte Schmahl.

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