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Die Ruttershäuser lassen nicht eher locker, bis der ursprüngliche Zustand der historischen Lahnbrücke größtenteils wiederhergestellt ist. Dazu zählt der Abriss des Aluminiumgeländers und der überstehenden Kappen aus Beton, auf denen das Geländer ruht.

Fördergelder für Brückensanierung

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Lollar (vh). 2001 feierte Ruttershausen im großen Stil ein Brückenfest zum 100. Bestehen des steinernen Bauwerks über die Lahn. Mit dem Bau der Querspange beim Buderuswehr Lollar wurde der Ruttershäuser Bahnübergang geschlossen, die Brücke verlor an Bedeutung für den überörtlichen Verkehr. Ein mittlerweile erneuertes Viadukt verbindet Ruttershausen mit dem östlich der Lahn gelegenen Ortsteil Kirchberg. Viele, vor allem gebürtige Ruttershäuser, hängen an ihrer Brücke, halten sie in Sachen historisches Ortsbild für unverzichtbar. Seit 2006 gibt es Pläne, das Bauwerk im Bereich der Fahrbahn dem historischen Anblick wieder anzunähern. Dringend notwendig sei der Austausch des Aluminiumgeländers und die beidseitige Abtragung der Betonüberstände (Kappen). Bei der Sitzung des Ortsbeirats im Gemeinschaftshaus erläuterten Martina Karber und Michael Sauer vom IKEK-Team Ruttershausen (Projekt Dorfentwicklung), das Stadtparlament habe bereits die technische Sanierung der Lahnbrücke beschlossen, Mittel dafür (120 000 Euro) stünden vermutlich im Haushalt 2019. Förderfähig durch IKEK seien das neue Geländer und der Wiederaufbau der ehemaligen Portale aus Naturstein jeweils in Höhe der Brückenpfeiler. Die Gesamtkosten für ein historisierendes Metallgeländer, Portale und Kappenkürzung betragen 354 000 Euro. Abzüglich 105 000 Euro Fördermittel bleiben für die Stadtkasse 249 000 Euro. Einstimmig beschloss der Ortsbeirat, die Ruttershäuser Anmeldungen für den Haushalt 2020 (250 000 Euro).

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