Straße zur Schmelz

Fahrplan zur Sanierung liegt noch nicht vor

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Die Straße zur Schmelz soll dieses Jahr gemacht werden, doch noch sind Fragen offen.

Lollar(so). In diesem Jahr soll es definitiv was werden mit der seit langem im Raum stehenden Sanierung der Straße zwischen Salzböden und der Schmelz. Das ist ein Ergebnis eines Abstimmungs-Gesprächs zwischen der Stadt Lollar und dem Landkreis Gießen vom gestrigen Dienstag.

Und: Mit den Wirtsleuten des Traditionsgasthauses "Schmelz-Mühle" soll unmittelbar das Gespräch gesucht werden. Denn dort ist man in Sorge, unter den Bauarbeiten zu leiden - eben weil der idyllische Weiler dann womöglich nur erschwert zu erreichen sein wird.

Weg muss offen weitgehend bleiben

Der Seniorchef der Schmelz-Mühle, Herbert Jung, hat sogar schon daran gedacht, das beliebte Lokal schließen zu müssen, wenn die Straße für eine Weile gesperrt würde. "Die Anfahrbarkeit muss gewährleistet sein", sagt derweil der Lollarer Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek. Wie das sichergestellt wird, das solle im Dialog mit den Anwohnern der kleinen Siedlung erörtert werden. Hessen Mobil als Verkehrsbehörde des Landes ist eingeschaltet.

Wann die Arbeiten beginnen und wie sie sich im Einzelnen gestalten, das will der Kreis als Sanierungsverantwortlicher in den kommenden Tagen darlegen. Voraussichtlich dann, wenn die zuständige Baudezernentin, die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, aus dem Urlaub zurückgekehrt ist.

Eigentumsfragen zu klären

Was die Sache etwas kompliziert macht: Der Kreis ist Eigentümer der maroden Chaussee im Tal, will diese aber zwischen Salzböden und der Schmelz der Stadt Lollar übereignen. Die Straße liegt dort am Rande des Krofdorfer Forsts zu Teilen in Wettenberger Gemarkung. Da sind zwischen den beiden Kommunen die Eigentumsverhältnisse zu klären.

Klar ist derweil, dass der Kreis den Hut bei den Arbeiten aufhat: Es ist dessen Aufgabe, die Straße in dem fraglichen Abschnitt zu sanieren und dies auch zu bezahlen. Eine kaputte Straße wird keine der Kommunen übernehmen. Diesen Standpunkt vertreten Lollar wie auch Wettenberg. Denn Wettenberg will der Kreis die gut fünf Kilometer zwischen Krofdorf und dem Waldhaus überlassen. Der mittlere Abschnitt zwischen Waldhaus und Schmelz soll zum Wirtschaftsweg rückgebaut werden, so die Idee des Kreises. Entschieden ist da aber noch nichts.

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