Der Weg zur Schmelzmühle ist ein holpriger. FOTO: SO
+
Der Weg zur Schmelzmühle ist ein holpriger. FOTO: SO

Waldhausstraße

Ein erster, kleiner Schritt

  • Rüdiger Soßdorf
    vonRüdiger Soßdorf
    schließen

Ab Juni wird die Straße zwischen Salzböden und der Schmelz saniert. Ein wichtiger Schritt. Aber nur der Anfang. Über den weitaus größeren Teil der Waldhausstraße ist noch immer nicht entschieden.

Lollar (so). Es kommt Bewegung in die Sache: Voraussichtlich ab Juni soll die kleine Kreisstraße zwischen Salzböden und der Siedlung Schmelz saniert werden. Hessen-Mobil, die Straßenbauverwaltung des Landes, rechnet mit einer Bauzeit von rund zehn Wochen. Das wurde bei einem Ortstermin dargelegt.

Begonnen werden sollen die Arbeiten an der Kreisstraße möglichst fix, wenn die Ortsdurchfahrt Odenhausen wieder offen ist. Dort sind in den vergangenen Monaten Versorgungsleitungen und Hausanschlüsse neu gemacht worden. Im späten Frühjahr will man damit fertig sein, also schneller als ursprünglich geplant.

Zehn Wochen Bauzeit geplant

Die Straße zwischen dem Dörfchen Salzböden und der Schmelz wird für die Dauer der Bauzeit voll gesperrt werden. Die geringe Breite erlaubt nach Aussage der Fachleute keinen einspurigen Verkehr mit Ampelschaltung oder ähnliche Maßnahmen.

Die gute Nachricht für alle, die das beliebte Lokal Schmelz-Mühle aufsuchen wollen: Während der zweieinhalb Monate Bauzeit wird an den Wochenenden der Weg dorthin frei sein. Von Freitagnachmittag bis Montagfrüh soll die Schmelz wie gewohnt erreichbar sein.

Ohne Sanierung keine Übertragung

Gastronom Herbert Jung hat diese Botschaft vor wenigen Tagen bei einer Vorbesprechung mit Erleichterung aufgenommen. So ist wenigstens der Gastronomiebetrieb am Wochenende uneingeschränkt möglich. Denn schon das vergangene Jahr war ob der Baustelle in Odenhausen und der damit verbundenen Umleitung für die Schmelz-Gastronomie kein gutes. Jung und seine Familie denken darüber nach, ob es nötig ist, die Öffnungszeiten des Lokals während der nun bevorstehenden Bauzeit im Sommer an die Gegebenheiten anzupassen.

Umleitung via Krofdorf und Waldhaus

Die Umleitung zur Schmelz wird dann ab Juni via Krofdorf und das Waldhaus ausgeschildert. Bis dahin, auch das ist verabredet, wird die marode Straße durch den Wald zumindest in einen befahrbaren Zustand versetzt, so dass sie als Umleitungsstrecke taugt. Ansonsten ist die Schmelz-Mühle noch von Oberwalgern aus über den Sportplatz und durch den Wald anfahrbar.

Wenn die gut zwei Kilometer zwischen Salzböden und der Schmelz-Mühle im Laufe des Sommers fertig sind, dann soll die Straße vom Kreis ins Eigentum der Stadt Lollar übertragen werden. Abschließend zu klären bleiben dabei noch die Gemarkungs- und Gemeindegrenzen. Denn ein Gutteil der dann sanierten Straße liegt auf Krofdorfer Grund. Dazu gehen die beiden Kommunen in den Dialog.

Sanieren oder rückbauen?

Bleibt derweil die große Frage nach dem deutlich längeren Abschnitt der Straße zwischen Krofdorf und der Schmelz. Diese mehr als zehn Kilometer übers Waldhaus harren weiter der Sanierung.

Und hier hat sich die Gemeinde Wettenberg analog zu Lollar positioniert. Ein Übernehmen der Straße käme erst infrage, wenn diese über die jetzt für die Umleitung geplanten Reparaturen hinaus in einen ordentlichen, sanierten Zustand versetzt ist. Dafür steht beim Kreis allerdings noch kein Geld bereit.

Baudezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne) favorisiert ohnehin neben der Rückstufung zur Gemeindestraße einen Rückbau des Abschnitts zwischen Waldhaus und Schmelz zu einem Forstweg.

Dazu liegen im Kreis derweil Anträge von FDP und AfD auf dem Tisch, die anstelle des Rückbaues auf ein Sanieren der Straße auf ganzer Länge abzielen. Die Beratung und Entscheidung wurde im vergangenen Jahr erst einmal zurückgestellt. Der Kreistag hat nicht abschließend dazu entschieden. Es gibt noch keine Lösung oder Verfahrensfortschritt, heißt es dazu aus Wettenberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare