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Dekan Hans-Theo Daum führt Sarah Kiefer als neue Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Kirchberg I ins Amt ein.

Engagiert für die Kirche der Zukunft

  • VonVolker Heller
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Lollar/Staufenberg (vh). Mit einem gut besuchten Festgottesdienst in der Ruttershäuser Kirche auf dem Kirchberg hat Dekan Hans-Theo Daum die Pfarrerin Sarah Kiefer als neue Gemeindepfarrerin der evangelischen Gemeinde Kirchberg I (Staufenberg und Mainzlar) eingeführt. Eingangs spielte der Daubringer Posaunenchor (Leitung: Friedhelm Schäfer). Pfarrer Traugott Stein (Kirchberg II, Daubringen) sprach Willkommensworte, besonders für den Lebenspartner, die Angehörigen und Freunde der Pfarrerin.

Pfarrstelle seit 2020 vakant

Als offizielle Vertreter waren Präses Annette Vogel für das Dekanat Kirchberg, Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller, Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt, Diakon Markus Müller (Londorf) als Vertreter der katholischen Kirche und Inge Krieb für die Diakoniestation Lumdatal zugegen.

Stein schlug den Bogen vom Sonntag der Bundestagswahl, fragte rhetorisch, »haben Sie schon gewählt« um anzuschließen, »wir haben Sarah Kiefer gewählt«. Constanze Faulenbach sang das Lied »Ich bin bei Dir«. Dekan Daum nannte Kiefers Wahl für Kirchberg I »einen Grund zur Freude. Wir können dankbar sein«. Seit Februar 2020 war die Pfarrstelle vakant, Pfarrer Günter Schäfer machte die Vakanzvertretung. Daum gab einige Lebendaten der neuen Pfarrerin preis.

Sarah Kiefer wurde am 14. November 1985 in Mainz geboren, ist somit »die deutlich jüngste Kollegin im Dekanat«. Die Familie sei bald in die Rabenau gezogen, Kiefer habe Schulen in Londorf, Allendorf/Lumda und Grünberg besucht, in Frankfurt/Main und Mainz evangelische Theologie studiert. Kiefer habe sich außerdem in der Telefonseelsorge engagiert und ein Praktikum in der Klinikseelsorge Mainz gemacht, so Daum. Im Laufe des Vikariats im ländlichen Raum mit 26 Ortsteilen habe sich Kiefer notgedrungen mit dem Schwerpunkt Kommunikation beschäftigt. Diesem Schritt sei ein Spezialvikariat im Medienhaus Frankfurt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gefolgt.

Die erste Pfarrstelle habe Kiefer in den Kirchengemeinden Eifa und Altenburg (Vogelsbergkreis) innegehabt, sei stellvertretende Synodalin gewesen und habe sich stets weitergebildet. Sie lege Wert auf Heimatverbundenheit. Mitarbeit am Projekt »Kirche der Zukunft« bedeute ihr etwas.

Pfarrerin Kiefers erste Predigt am neuen Wirkungsort über den 1. Petrusbrief, Kapitel 2, Vers 4 (Christus der lebendige Stein) nahm Bezug auf ein früheres Akronym der Internetseite des Dekanats.

Sie habe sich schon gewundert über den abgewandelten Namen für die Klemmbausteine, denn Lego bedeute auf Dänisch »spiel« (leg) »gut« (godt). Beim Dekanat sei daraus »lebendig, einnehmend, geistig, offen« geworden. Kiefer kramte bezüglich der Lego-Steine in eigenen Kindheitserinnerungen (»…alles mögliche zusammen mit dem Bruder gebaut«). Sie wünschte sich für ihre Gemeinde, so bunt wie diese Steine sein zu dürfen und mit der gleichen Klemmkraft ausgestattet zu werden. So könne »ein wunderbares Bauwerk spielerisch und voller Freude auf der Basis Christus« entstehen, wünschte Kiefer.

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