Ulrike Büger und Beate Schott von der "Margarethe und Alfred Schulz Stiftung" bei der Spendenübergabe an Michael Schmidt und Bettina Brand (v. l.) von der Hofgemeinschaft für heilende Arbeit Friedelhausen. FOTO: LKL
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Ulrike Büger und Beate Schott von der "Margarethe und Alfred Schulz Stiftung" bei der Spendenübergabe an Michael Schmidt und Bettina Brand (v. l.) von der Hofgemeinschaft für heilende Arbeit Friedelhausen. FOTO: LKL

Dorfladen soll brummen

  • vonLena Karber
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Lollar(lkl). Inklusion und Klimaschutz - das soll im Dorfladen in Ruttershausen Hand in Hand gehen. Die "Margarethe und Alfred Schulz Stiftung" hat der "Hofgemeinschaft für heilende Arbeit", die den Laden betreibt, daher eine Spende in Höhe von 6260 Euro für ein Lastenfahrrad mit Elektromotor überreicht. Mit diesem soll die Arbeit der Mitarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) auf klimafreundliche Weise unterstützt werden.

Warentransport und Auslieferungen

Zunächst sollen mit dem Rad Waren vom Hofgut in Friedelhausen nach Ruttershausen transportiert werden. Da die Strecke über verkehrsarme Wege verläuft, kann sie nach Einschätzung der Verantwortlichen auch von Menschen aus der WfbM bewältigt werden. Das ist essenziell, denn das Konzept der Hofgemeinschaft ist darauf ausgerichtet, Menschen über Arbeit zu integrieren. Angeschafft wurde ein Lastenrad, das speziell für Menschen mit Behinderung konzipiert wurde. Anders als andere Modelle wird es hinten beladen, was die Balance vereinfachen soll. Zudem wurde es in einer WfbM gebaut, die durch den Kauf unterstützt wurde.

Auch für die Einwohner von Ruttershausen bedeutet dies gute Nachrichten: Mit dem Lastenrad soll der Lieferservice des Dorfladens, der schon lange im Gespräch ist, verwirklicht werden. "Da ist dann auch der Hellenberg dabei, deswegen brauchen wir den Motor", sagte Vertriebsleiter Michael Schmidt.

Starten soll der Lieferservice erst nach der Pandemie. Denn gegenwärtig versuchen die Verantwortlichen, die Bewohner des Hofguts möglichst gut zu schützen, um zu verhindern, dass der Virus in Friedelhausen eingeschleppt wird. Auf das inklusive Konzept wirkt sich das aus: Die beiden Menschen mit Behinderung, die normalerweise im Dorfladen arbeiten, kommen dort aktuell nicht zum Einsatz, sagte Bettina Brandt, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Hofgemeinschaft zuständig ist. "Im Prinzip mussten wir die Schritte in Richtung Inklusion, die wir schon gemacht haben, wieder zurücknehmen."

Bleiben soll das jedoch nicht so. Deshalb soll in Friedelhausen bereits jetzt das Fahrtraining mit dem Lastenrad beginnen.

Dorfladen profitiert von Corona

Für den 2016 eröffneten Dorfladen selbst läuft es nach Auskunft von Schmidt aktuell gut. Der Trend zu regionalen Produkten und dem Einkauf in kleinen Hofläden im Zuge der Pandemie ist auch in Ruttershausen zu erkennen. "Wir merken den sogenannten Corona-Effekt auf jeden Fall", sagte Schmidt. "Und zwar in positiver Hinsicht."

Die Schulz-Stiftung hat die Hofgemeinschaft bereits mehrfach unterstützt. "Wir spenden gerne regelmäßig und nachhaltig", erklärte Geschäftsführerin Beate Schott. Diesmal sei es ein Lastenfahrrad, "damit der Dorfladen noch mehr brummt".

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