Die Vorfreude auf die erste Ernte und die große Enttäuschung

  • VonPatrick Dehnhardt
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Es ist eine Geschichte, die sich so oder so ähnlich jedes Jahr aufs Neue im Landkreis zuträgt, und meist mehrfach pro Saison. Jemand kümmert sich darum, dass seine Obstbäume gepflegt sind, freut sich auf die Ernte - und dann wird diese einfach gestohlen.

Anna Adam hat diese Erfahrung in diesem Sommer machen müssen. In Salzböden unterhalb des Sportplatzes hat sie vor drei Jahren mit viel Liebe eine Streuobstwiese angelegt. Acht Bäume wurden nicht nur gesetzt, sondern im Hitzesommer 2019 auch regelmäßig gewässert, damit sie diesen erfolgreich überstehen. »Im Winter waren sie eingezäunt, um sie vor Tieren zu schützen«, berichtet sie. Und natürlich wurde regelmäßig geschaut, ob sie sich gut entwickeln oder doch noch Unterstützung brauchen.

Diesen Sommer sollte es nun erstmals einen kleinen Lohn für die großen Mühen geben: Das Mirabellenbäumchen trug zum ersten Mal Früchte, auf gut fünf Kilogramm Ernte freute sich Adam. Natürlich musste die Steinfrucht erst richtig reif werden, denn unreife Früchte hinterlassen einen pelzigen Geschmack auf der Zunge, während das ausgereifte Obst ein wahrer Genuss ist.

Tja - den Genuss hatte wohl jemand anders: Als Adam ernten wollte, waren die Mirabellen weg. Nicht nur das: Zweige waren abgerissen worden, um an die Früchte zu gelangen. So ist nicht nur die diesjährige Ernte futsch, sondern auch die im kommenden Jahr gemindert.

Als Obstbaumbesitzer schließt sich der Redakteur dem Appell an: Man pflückt nicht an Bäumen, die einem nicht gehören! pad

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