Was geschieht mit Gefangenen in Kamerun, Ägypten, Malawi, Aserbaidschan, Peru oder in den USA? Die Schulgemeinde der CBES wird über einzelne Fälle von Menschenrechtsverletzungen von der UNESCO-AG unter der Leitung von Kirsten Quass (3.v.l.) aufgeklärt. (pm)
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Was geschieht mit Gefangenen in Kamerun, Ägypten, Malawi, Aserbaidschan, Peru oder in den USA? Die Schulgemeinde der CBES wird über einzelne Fälle von Menschenrechtsverletzungen von der UNESCO-AG unter der Leitung von Kirsten Quass (3.v.l.) aufgeklärt. (pm)

CBES-Schüler verfassen 1561 Briefe für Amnesty-Briefmarathon

Lollar/Staufenberg (pm). Jedes Jahr um den Tag der Menschenrechte (10. Dezember) veranstaltet Amnesty International einen Briefmarathon, um sich gegen Menschenrechtsverletzungen zu engagieren. Für sechs ausgewählte politische gewaltlose Gefangene oder bedrohte Menschen werden Briefe geschrieben, um auf die betreffenden Regierungen Druck auszuüben und deren Situation zu verbessern.

Der prominenteste Fall in diesem Jahr war sicherlich Edward Snowden. In seinem Fall richtete sich der Brief direkt an den Präsidenten der USA, Barack Obama, um die Begnadigung zu erwirken. Abermals hat sich die Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar an der Aktion beteiligt und dabei ein bemerkenswertes Resultat erzielt.

Erfolg für UNESCO-AG

Da die CBES eine UNESCO-Projektschule ist, spielt das Thema Menschenrechtserziehung eine wichtige Rolle. Dieses Jahr hat sich die UNESCO-AG um den Briefmarathon gekümmert. Begonnen wurde die Unterschriftensammlung bereits am Tag der offenen Tür Ende November. Bis zum letzten Schultag vor den Weihnachtsferien konnten dann Briefe geschrieben werden, um Gefangene aus der Haft zu befreien oder die jeweiligen Regierungen aufzufordern, diesen Menschen Schutz zu gewähren. Außerdem konnte man den Gefangenen oder Bedrohten, zum Beispiel auch Edward Snowden, persönlich schreiben, um ihnen Mut zu machen.

Die Schüler der UNESCO-AG, die gleichzeitig auch Gründer einer Amnesty-Jugendgruppe sind, stellten die sechs Fälle aus Kamerun, Ägypten, Malawi, Aserbaidschan, Peru und den USA in vielen Klassen vor und erklärten die Hintergründe. Auf diese Art und Weise kamen 1561 Briefe zusammen. "Ein tolles Ergebnis, das vor allem auf den engagierten Einsatz der Schüler der UNESCO-AG zurückzuführen ist", heißt es in einer Mitteilung von AG-Leiterin Kirsten Quass. Auch viele Lehrer nahmen die Gelegenheit wahr, auf diese Art und Weise das Thema Menschenrechte im Unterricht anhand konkreter Fälle zu vertiefen. Viele Schüler sagten, dass es ein gutes Gefühl sei, helfen zu können. Dementsprechend wichtig war auch die Frage nach dem Erfolg des Einsatzes. Im letzten Jahr sind die Hälfte der Gefangenen, für die sie sich in den Briefen eingesetzt hatten, freigelassen worden. Bei anderen hatten sich zumindest Verbesserungen oder Gesetzesänderungen ergeben.

"Das Engagement lohnt sich also auf jeden Fall, und wir hoffen natürlich auf baldige positive Nachrichten", heißt es abschließend aus der Schule.

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