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Wie ein Knusperhäuschen steht dieses Gebäude am Tiefbrunnen 1 Mainzlar in der Lumdaaue. Nach der Sanierung des Tiefbrunnens 2 soll dieser nun auch saniert werden. Foto: vh

Brunnen wieder in Schuss

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Lollar/Staufenberg/Wettenberg(vh). Der Zweckverband Lollar-Staufenberg (ZLS) kümmert sich um die Wasserversorgung und das Abwasser für Lollar, Staufenberg und Wettenberg-Wißmar. Er hat seine Wurzeln im Jahr 1905. Zunächst drehte sich alles um das Frischwasser. Der Arbeitsbereich Kanal/Abwasser folgte am 14. November 1969 mit der Gründung des damaligen Abwasserverbands Lollar. Im Frühjahr 2020 soll das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden. Hierzu wird ein Symposium ausgerichtet. In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) soll dann etwa auch über die neueste Technik bei Kläranlagen informiert werden.

Zuvor wird Ende November mit einem "Wasserfest" die erfolgreiche Sanierung des Tiefbrunnens 2 Mainzlar nochmals hervorgehoben. Auf der Sitzung der Verbandsversammlung standen zwei Anliegen im Bereich Wasserversorgung auf der Tagesordnung: Sanierungen an den Brunnenanlagen und Wasserrechtsverfahren. Es informierte Dr. Till Rubbert (Lohmar). Die Sanierung des Brunnens 2 sei technisch aufwändiger gewesen als ein Neubau, letztlich diesem aber ebenbürtig. Die Sandsteinschichten im Untergrund führten Wasser unregelmäßig, alle Zuflüsse mussten abgefiltert werden.

2020 Jubiläumsfeier

Die Wartung des Brunnens erfolge jetzt oberirdisch. Hierzu wurde ein grünes Blechhäuschen um den Brunnen errichtet. Beim Einstieg in einen Brunnenschacht bestehe die Gefahr einer CO2-Vergiftung. Rubbert lobte die gelungene Brunnensanierung überschwänglich. Der nachbarliche Tiefbrunnen 1 Mainzlar werde ebenfalls saniert, allerdings sei deutlich weniger Aufwand nötig. Bereits 2018 wurde festgestellt, dass oberflächige Abdichtungsmaßnahmen die oberste Priorität hätten. Der Brunnen in Odenhausen soll grundlegend gereinigt werden.

Die Quellen auf Allendorfer Gebiet bleiben weiterhin ungenutzt. Rubbert: "Quellen erleben ein Revival". Man will aber eine Bestandsaufnahme machen. Wasserrechte an der Entnahme von Grundwasser gelten zwar für 20 bis 30 Jahre, werden jedoch nie automatisch verlängert, sondern müssen stets neu beantragt werden. Damit das nicht vergessen wird, teilte Rubbert mit, welche Brunnen demnächst an der Reihe sind. Der Antrag sei umfangreich, das Genehmigungsverfahren benötige eine gewisse Zeit.

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