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Die Brücke über die Salzböde hinter dem Dorfgemeinschaftshaus wird bald für den Straßenverkehr gesperrt.

Brücke über Salzböde wird vorläufig gesperrt

  • VonVolker Heller
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Lollar (vh). Die Brücke über die Salzböde hinter dem Dorfgemeinschaftshaus in Salzböden soll demnächst für den landwirtschaftlichen und den Autoverkehr gesperrt werden. Über den notwendigen Neubau in der Version Straßenbrücke für 540 000 Euro hatte bereits der Finanzausschuss mit knapper Mehrheit entschieden. Nun lag es am Parlament, der Sache einen Deckel zu geben.

Das tat sich jedoch schwer damit.

Die baldige Sperrung kam wohl gerade zur richtigen Zeit. Wolfgang Haußmann (Grüne) fasste die vorherige Diskussion kurz zusammen: »Erst mal sperren und lassen wie es ist, die Entwicklung abwarten und die Entscheidung aufschieben«. Auch der Koalitionspartner SPD erkannte im Vertagen den richtigen Weg. Bei einer Gegenstimme von Ortsvorsteher Harald Pusch (SPD) verschob das Parlament den Beschluss auf unbestimmte Zeit.

Petra Schubert (Grüne) führte die Notwendigkeit der viel besprochenen Verkehrswende an. Über die Salzbödebrücke führen Pkw eher selten. Die Umfahrungen jeweils im Westen und Osten seien zumutbar. Wenn die Brücke gesperrt sei, könnten sich die Leute daran gewöhnen.

Ein Neubau für Fußgänger und Radler reiche aus (kostet 245 000 Euro). Ortsvorsteher Pusch sprach sich dagegen aus. Die Brücke werde stark von Fahrzeugen frequentiert. Auf der anderen Seite der Salzböde lägen Nutzflächen (Gärten, Sportplatz, Reitplatz). Der Ortsbeirat habe sich auch für die Straßenversion ausgesprochen.

Auswirkungen beobachten

Nachdem das Parlament an diesem Sitzungsabend bereits den Umbau des Tennenplatzes zu einem Naturrasenplatz abgelehnt hatte, platze es aus Pusch heraus: »Langsam ist mir das zu viel, was in Salzböden gespart werden soll.«

Johannes Maykemper (FDP) sagte, es gebe in Lollar eine zweistellige Zahl an Brücken. Daher solle zunächst eine Prioritätsliste aufgestellt werden, welche Brücke zuerst zu sanieren sei und welche Kosten man für alle Projekte kalkulieren müsse. Dr. Jens-Christian Kraft (CDU) stimmte dem vorgeschlagenen Gesamtsanierungsplan zu und erkannte »noch keine Entscheidungsreife. Abwarten und beobachten, was die Sperrung für die Ausweichstrecken bedeutet«.

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