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Die Fertigstellung des Kita-Anbaus im Grünen Weg ist für diesen Sommer geplant.

Bis zu 40 neue Betreuungsplätze im Grünen Weg

  • Jonas Wissner
    vonJonas Wissner
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Lollar (jwr). Die Nachfrage nach Kita-Plätzen steigt, das gilt gerade für die Unter-Dreijährigen, auch in der Lollarer Kernstadt. Aufgrund von Zuzug und einer recht hohen Geburtenrate sind laut Verwaltung dort derzeit alle Plätze in dieser Altersgruppe belegt. Um dem Bedarf gerecht zu werden und neue Plätze zu schaffen, wurde in Lollar bereits 2018 die Erweiterung der Kita »Kunterbunt« im Grünen Weg beschlossen - und inzwischen hat der Ausbau konkrete Form angenommen.

»Letzte Woche wurde das Dach aufgeschlagen, aber in Corona-Zeiten ist ein Richtfest leider nicht drin«, sagte Erster Stadtrat Bernd Maroldt bei einem Pressetermin am Freitag, zu dem die Verwaltung stattdessen eingeladen hatte.

Der Anbau orientiert sich, wie Maroldt und Vertreter des beauftragten Architekturbüros Bergmann & Müller (Ehringshausen) erläuterten, in Größe und Form am schon vorhandenen Kita-Gebäude, das aus drei miteinander verbundenen, zweigeschossigen Häusern besteht. Zwei weitere Gruppen für insgesamt bis zu 40 Kinder ab einem Jahr sollen im Anbau Platz finden. Aktuell werden laut Maroldt im Grünen Weg die Kinder bis maximal 13 Uhr betreut, ein Angebot für den U2/U3-Bereich gebe es dort allerdings noch nicht. Nach der Anbau-Eröffnung wolle man die Zeiten an die übrigen Lollarer Kitas anpassen und eine Betreuung bis 16.30 Uhr ermöglich, so der Erste Stadtrat. Schon jetzt gebe es 13 Anmeldungen für die verlängerten Öffnungszeiten, dies zeige, wie hoch die Nachfrage sei. Auch eine Mittagsverpflegung soll künftig ermöglicht werden. Zu den aktuell zehn Beschäftigten inklusive Hauswirtschaftskraft würden dann zirka sechs weitere hinzukommen - abhängig von den Anmeldezahlen.

Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro

Die Erdarbeiten für den Anbau haben, wie Maroldt erläuterte, im Oktober 2020 begonnen, nun stünden Zimmer- und Dachdeckerarbeiten an. Danach werde der Innenraum mit rund 300 Quadratmetern Nutzfläche angegangen. Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Hauses seien für August 2021 geplant. Die Kosten bezifferte der Erste Stadtrat mit circa 1,1 Millionen Euro, dies bewege sich im geplanten Rahmen. Darin enthalten sei eine »stattliche Förderung« des Landes: 960 000 Euro Zuschuss über den »Investitionspakt Soziale Integration im Quartier«. Geplant sei auch, im Zuge der Erweiterung zusätzliche Angebote zu schaffen, etwa für Kinder mit Fluchterfahrung und deren Eltern.

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