Bereits 13 Bewohner verstorben

  • vonred Redaktion
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Lollar/Gießen(pm). Nachdem 98 Bewohner des Pflegeheims "Haus am grünen Weg" in Lollar am vergangenen Freitag positiv auf das Coronavirus getestet wurden, liegen nun auch alle Testergebnisse des Personals vor: 43 Infektionen sind unter den Mitarbeitern nachgewiesen worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Von den 98 infizierten Menschen, die in der Pflegeeinrichtung in Lollar wohnen, sind inzwischen 13 verstorben, sechs weitere befinden sich in stationärer Behandlung.

Das Gesundheitsamt des Kreises steht in engem Kontakt mit dem Pflegeheim. Positiv getestete Bewohner sind von den negativ getesteten getrennt, positiv getestete Mitarbeiter sind in häuslicher Isolation. Für drei Mitarbeiter ohne Symptome sind Aussetzungen dieser Isolation beantragt, damit sie infizierte Bewohner pflegen können. Es gibt eine strikte Trennung zwischen den Mitarbeitern, die im positiv, und denen, die im negativ getesteten Bereich arbeiten dürfen. Für die Einrichtung gilt weiterhin ein Besuchsverbot.

"Wir werden Pflegeheime verstärkt kontrollieren, um sicherzustellen, dass die erarbeiteten Konzepte umgesetzt werden", sagt Landrätin Anita Schneider. Auch ohne Ausbruchsgeschehen müssen Einrichtungen ihr Personal mindestens wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Sobald ein positives Testergebnis vorliegt, ist das Gesundheitsamt umgehend zu informieren. Darüber hinaus gilt ohne negativen Corona-Test ein allgemeines Besuchsverbot in Pflegeheimen.

Impfungen in 14 Einrichtungen

"Zusätzlich sprechen wir gezielt Organisationen wie Universität, Arbeitsagentur und Vereine an, um einen Pflegepool aus ungelernten Kräften zu bilden, die in der Pflege unterstützende Aufgaben übernehmen können", sagt Schneider.

"Hoffnung gibt uns im Moment, dass die mobilen Impfteams im Landkreis Gießen bisher in 14 der 27 Pflegeeinrichtungen tätig waren", erklärt die Landrätin. Impfungen in sechs weiteren Einrichtungen seien geplant und würden in den kommenden Tagen durchgeführt werden. "Sieben Einrichtungen befinden sich derzeit noch in den Vorbereitungen", so Schneider.

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