Einigung

55 Arbeitsplätze werden bei Bosch in Lollar abgebaut

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Arbeitnehmer und -geber bei Bosch haben sich geeinigt: Die Fertigung von Blockheizkraftwerken wird beschränkt, 55 Arbeitsplätze abgebaut. Die Arbeitsnehmerseite ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Seit Wochen wurde verhandelt, nun gibt es eine Einigung: Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter haben für die Bosch KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) Systeme GmbH einen Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet, "um die Fertigung von Blockheizkraftwerken in Lollar wirtschaftlich und zukunftsfähig aufzustellen". Dies teilte Bosch-Pressesprecher Thomas Pelizaeus am Mittwoch mit.

Der Standort von Bosch KWK Systeme in Lollar bleibt erhalten, wird aber verkleinert. Künftig sollen nur noch Blockheizkraftwerke bis zu einer Leistung von rund 400 Kilowatt gefertigt werden. Rund 55 Arbeitsplätze fallen weg. Etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter sind laut Pelizaeus bereits an andere Bosch-Standorte vermittelt worden oder haben das Unternehmen aus anderen Gründen, etwa altersbedingt, verlassen. Auch die übrigen Arbeitsplätze sollen sozialverträglich abgebaut werden. Den betroffenen Mitarbeitern werden Arbeitsplätze an Bosch-Standorten in Lollar und Wetzlar angeboten.

Aufseiten der Arbeitnehmer ist man mit dem Abschluss zufrieden – gerade vor dem Hintergrund der ursprünglichen Vorschläge des Unternehmens. "Der Streit hat sich gelohnt", äußerte sich Stefan Sachs, erster Bevollmächtigter der IG Metall. Bosch habe "souverän und ernsthaft" auf das eigene Konzept des Betriebsrats reagiert.

Bei Bosch KWK Systeme sind derzeit rund 180 Mitarbeiter beschäftigt, am Bosch-Standort Lollar insgesamt 1500.

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