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Die Fraktionen von SPD und Grünen wollen die Nöte und Ängste in der Bevölkerung in Lollar ernst nehmen und passgenaue Sicherheitslösungen finden.

»Ängste ernst nehmen«

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Lollar (pm). In der Stadt Lollar kommt es vermehrt zu Problemen mit Vandalismus und Vermüllung öffentlicher Plätze. Das sagen SPD und Grüne. Deshalb haben die Fraktionen den Antrag auf Zusammenarbeit mit der Polizei in Form der kommunalen Sicherheitsinitiative »Kompass« der Polizei Hessen unterstützt und im Nachtragshaushalt 2019 bereits 3000 Euro eingestellt.

Seit dem Frühjahr 2020 ist Lollar dieser Initiative beigetreten.

Nun wollen die Vertreter dieser beiden Parteien aber nicht nur über die Probleme reden, sondern auch aktiv handeln, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Norman Speier. Sie wollen »zielgerichtete Präventionsmaßnahmen unter Einbeziehung der Bevölkerung entwickeln«.

Bürger einbeziehen

Die subjektiven und objektiven Nöte und Ängste in der Bevölkerung müssten ernst genommen und passgenaue Sicherheitslösungen müssen aufgestellt werden. SPD und Grüne weisen in ihrer Mitteilung darauf hin, ihnen sei seitens der Polizei bestätigt worden ist, dass in Lollar nicht mehr Delikte verzeichnet würden, als in anderen Kommunen. »Damit möchten wir aber keinesfalls die Vorkommnisse in Lollar bagatellisieren«, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Heidi Alt.

In einer gemeinsamen Bürgerversammlung mit Polizei und Verwaltung sollen sich die Lollarer Bürger über Probleme austauschen, um dann zielgerichtet, in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit Polizei und Verwaltung, Lösungen zu finden, schlagen die beiden Fraktionen vor.

Wichtig sei eine enge Begleitung durch die Polizei, um die rechtlichen Rahmenbedingungen, die nicht immer allen ganz klar seien, zu verdeutlichen, sagte Alt. Es sei zudem wichtig aufzuzeigen, welche Zuständigkeiten gegeben sind und welche Lösungswege gemeinsam beschritten werden können.

»Leider konnte dies corona-bedingt noch nicht umgesetzt werden. Aber wir hoffen, in diesem Jahr endlich mit dem Projekt starten zu können«, erklärte Speier. Denn Lollar benötige diese professionelle Unterstützung, wie sie durch das Programm der hessischen Polizei angeboten werde.

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