Lohnplus für Reinigungskräfte

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Gießen(pm). Die rund 1 800 Beschäftigten, die im Landkreis Gießen in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen in diesem Jahr deutlich mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von derzeit 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, erklärt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt", sagt Doris Hammes von der IG BAU Mittelhessen. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhielten die Beschäftigten "nun eine faire Anerkennung", so Hammes. Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen "großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor".

8,7 Prozent mehr für OP-Reiniger

Zugleich profitieren Fachkräfte: Beschäftigte in der OP-Reinigung kommen auf ein Plus von 8,7 Prozent bis zum übernächsten Jahr. Glas- und Fassadenreiniger erhalten insgesamt 7,6 Prozent mehr und verdienen nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde.

Hammes rät den Reinigungskräften in der Region, ihre Januar-Lohnabrechnung zu prüfen. "Gerade wer in der untersten Lohngruppe arbeitet, sollte genau hinschauen."

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