13 Lkw-Fahrer müssen sich neuen Parkplatz suchen

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Gießen (pm). Beamte der Autobahnpolizei haben in der Nacht auf Dienstag parkende Lastwagen kontrolliert. Schwerpunkt der Aktion waren die Fahrzeuge, die in den Zu- und Abfahrten standen. 13 Fahrer mussten sich einen neuen Parkplatz suchen.

Wer nachts auf der Autobahn unterwegs ist, kennt die Bilder von Lastern, die auf dem Standstreifen, in Nothaltebuchten oder in Zu- und Abfahrten der Autobahnparkplätze abgestellt sind. Die Polizei ist bei ihren Kontrollen bemüht, den Mittelweg zwischen Verständnis für die Not der Lkw-Fahrer und einer Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer zu finden. "Kein einfacher Weg", erklärt Sylvia Frech, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen.

Lastwagenfahrer sind gesetzlich verpflichtet regelmäßige Pausen einzulegen. Nachts eine geeignete Parkmöglichkeit an der Autobahn zu finden, gestaltet sich aber oft schwierig. Bevor es zu einer Überschreitung der Lenkzeiten kommt, suchen sich die Brummifahrer Parkmöglichkeiten, die nicht immer eine akzeptable Alternative darstellen.

Ohne Führerschein

So verhindern sie zwar einen Verstoß gegen die Sozialvorschriften und damit ein empfindliches Bußgeld, aber gerade in der Dunkelheit sind die Lastwagen trotz ihrer Größe oft kaum zu erkennen oder als stehendes Hindernis wahrnehmbar. Bei einer schlechten Parkplatzwahl besteht die Gefahr eines Unfalls mit möglichen schwerwiegenden Folgen, den die Beamten der Autobahnpolizei verhindern möchten.

Jede Nacht sind sie daher auf den rund 200 Kilometern Autobahn in der Region unterwegs, für die sie zuständig sind, um Gefahrenstellen zu erkennen und zu beseitigen. In der Nacht zum Dienstag warfen sie einen besonderen Blick auf die gefährlich abgestellten Brummis. Mit Verständnis für die Situation der Lkw-Fahrer, die keinen normalen Parkplatz mehr gefunden hatten, weckten sie entlang der A 5 nur diejenigen Fahrer, die mit ihrem Gefährt eine Gefahr für andere darstellten. 13 Fahrer waren es nach rund sieben Stunden Kontrollzeit zwischen 18 und 1 Uhr, die weiterfahren und einen neuen Parkplatz suchen mussten. Da sie so parkten, dass andere gefährdet wurden, mussten sie laut Bußgeldkatalog 85 Euro zahlen, außerdem bekommen sie einen Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Ausländische Fahrzeugführer mussten eine Sicherheitsleistung zahlen, die sich aus Bußgeld und Verwaltungsgebühr zusammensetzt und sich auf 110 Euro beläuft.

Bei den Kontrollen überprüften die Polizisten auch einen 31-jährigen Lkw-Fahrer aus Polen, der mit dem Sattelzug einer Firma aus dem Kreis Ludwigsburg unterwegs war. Als einzig Kontrollierter durfte er sein Gefährt nicht selbst wegfahren. Der Grund: Er ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Ein Abschleppdienst fuhr den gegen 20.50 Uhr an der Rastanlage Wetterau-West kontrollierten Sattelzug von der Autobahn. Gegen den 31-Jährigen wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Er musste eine Sicherheitsleistung von 300 Euro zahlen.

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