Wildschweine richten im Revier viel Schaden an

Linden (nal). Walter Schön steht weiterhin an der Spitze der Jagdgenossenschaft des Jagdbezirks Großen-Linden II (Feldjagd). In der für die Jahre 2019 und 2020 absolvierten Genossenschaftsversammlung im Gasthaus »Zum Goldenen Ritter« standen nun verspätete Vorstandswahlen an, da im Vorjahr pandemiebedingt keine Versammlung stattfand.

Für den nicht erneut als stellvertretender Jagdvorsteher zur Verfügung stehenden Frank Luh wurde Jörg Steinmüller ins Amt gewählt. Für vier weitere Jahre bestätigt wurden Rechner Steffen Faber und Beisitzer Dominik Schön. Als Kassenprüfer fungieren Andreas Wagner und Burkhard Wagner. Wie Schön ausführte war 2019 noch »ein normales, ruhiges Jahr ohne besondere Vorkommnisse«. Allerdings verlief das Jagdjahr 2020 anders als die Jahre zuvor, traten doch erstmals massive Schäden durch Schwarzwild auf. Viereinhalb Hektar Mais wurden im Wetzlarer Weg zerstört. Die Schadenssumme überstieg den im Jagdpachtvertrag gedeckelten Betrag, sodass die Jagdgenossenschaft rund 25 Prozent des Schadens aus ihren Rücklagen begleichen musste. Vier Vorstandssitzungen fanden diesbezüglich im Umlaufverfahren statt.

Jagdpächter Reimund Becker (Lollar) und Mitpächter Karl Michael Harth (Allendorf/Lumda) blickten auf die beiden Jagdjahre zurück. 2020 wurden drei Rehe (zwei Fallwild), sieben Wildschweine (ein Fallwild), eine Nilgans, ein Fuchs, zwei Waschbären und zehn Kaninchen zur Strecke gebracht. Am Kassenbericht von Rechner Steffen Faber hatten die Kassenprüfer nichts zu beanstanden, sodass die Entlastung des Vorstands einstimmig erfolgte. Einstimmig festgelegt wurde auch, dass der Jagdpachtertrag in die Rückstellungen einfließen soll.

Bürgermeister Jörg König und dem Jagdvorsteher der Waldjagd in Großen-Linden wurde mit auf den Weg gegeben, bei der Jagdgenossenschaftsversammlung der Waldjagd eine Zusammenlegung von Feld- und Waldjagd in Großen-Linden zu erörtern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare