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Thomas Drechsel

Nur virtueller Kontakt zu anderen Menschen

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Linden/Washington(us). Die Corona-Pandemie hat den Alltag aller auf den Kopf gestellt. Nicht nur hierzulande. An dieser Stelle gewähren Menschen, die aus dem Gießener Land stammen, mittlerweile aber in anderen Ländern eine Heimat gefunden haben, Einblicke in ihren neuen Alltag. Heute: Thomas Drechsel aus Großen-Linden, der in Washington D.C. lebt und seit vergangenem Sommer an der University of Maryland in College Park im Bereich der Makroökonomie forscht und lehrt.

Wie verläuft Ihr Tag normalerweise?

Normalerweise fahre ich mit dem Auto von meiner Wohnung in Washington D.C. zu meinem Büro an der Universität in College Park. Dort unterrichte und forsche ich, habe Besprechungen mit Kollegen und Studenten. Abends bin ich häufig in Washington unterwegs, um Freunde in Restaurants oder Bars zu treffen. Zusätzlich nehme ich häufig an internationalen Konferenzen teil, zu denen ich reise.

Und wie sieht Ihr Alltag jetzt aus?

Ich bin komplett zu Hause. Das Arbeiten klappt relativ reibungslos. Ich gehe immer noch zum Joggen nach draußen, habe aber zu anderen Menschen nur noch virtuellen Kontakt.

Was vermissen Sie am meisten?

Ich vermisse es generell sehr, unter Leuten zu sein. Vor allem vermisse ich meine Freunde und meine Familie zu Hause. Mehrere Leute wollten zu mir nach Washington kommen, diese Besuche können jetzt leider nicht stattfinden. Und ich wäre im Sommer mehrfach beruflich in Europa gewesen und hätte zu Hause Hallo sagen können.

Was ist positiv?

In erster Linie bin ich dankbar, gesund zu sein und einen sicheren Job zu haben. Ich lese etwas mehr und nehme mir mehr Zeit zum Kochen. Ich kann aber nicht behaupten, dass ich so etwas wie eine Entspannung und "Entschleunigung" erfahre. Ich würde das Zu-Hause-Sitzen ohne zu zögern gegen ein Bier mit Freunden eintauschen! FOTO: PRIVAT

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