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In Leihgestern treffen an der Kreuzung der Großen-Lindener Straße mit der Wilhelmstraße und dem Breiter Weg die Verkehrsströme aufeinander.

Verkehrsbelastung reduzieren

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Linden (pm). Die Lindener CDU will die Ursachen für die Verkehrsbelastung reduzieren und hat dafür einen Drei-Punkte-Plan vorgestellt.

Die Belastung der Bürger durch den Verkehr habe in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Im Wesentlichen seien dafür drei Ursachen auszumachen: Erstens der Pendlerverkehr von und nach Gießen, zweitens der Durchgangsverkehr von Pohlheim, Langgöns, Gießen und Hüttenberg aus sowie ins Gewerbegebiet und zum Autobahnanschluss, und drittens der innerörtliche Verkehr ins Gewerbegebiet, zu den Schulen, den Kindergärten, den Ärzten, den Apotheken, den Nahversorgern und den Geschäften im Ortskern.

Mehr Busse und mehr Radwege

Mit einem Drei-Punkte-Maßnahmenpaket will die Lindener CDU die Verkehrsbelastung reduzieren und die Lebens- und Wohnsituation der Lindener Bürger verbessern.

Dazu wollen sie ein attraktives Angebot durch Bus und Bahn schaffen, Entlastungsstraßen für Leihgestern und Großen-Linden planen sowie das Radwegenetz ausbauen, teilt der Fraktionsvorsitzende Frank Hille mit.

Hendrik Lodde erläutert, ein »regelmäßiger, schneller und verlässlicher öffentlicher Personen-Nahverkehr« (ÖPNV) sei eine wichtige Maßnahme, um den täglichen Pendler- und innerörtlichen Verkehr zu reduzieren. In Verhandlungen mit den Aufgabenträgern sollen schnellere und regelmäßigere Busverbindungen nach Gießen und eine Optimierung des Lindener Haltestellennetzes erreicht werden.

Der Lindener Bahnhof soll durch bauliche Umgestaltung »zu einem modernen und attraktiven Haltepunkt« aufgewertet werden. Zudem setze sich die CDU auf interkommunaler Ebene dafür ein, dass Linden an ein angedachtes Regio-S-Bahnnetz rund um Gießen angeschlossen werde. Auch für die Verbesserung der Anbindung ans Rhein-Main-Gebiet durch mehr Direktverbindungen werde die CDU »weiter kämpfen«.

Mit der Verbreiterung des Viaduktes sei ein erster wichtiger Schritt verwirklicht, um von der Belastung durch den Durchgangsverkehr zu befreien, sagte Spitzenkandidat Fabian Wedemann zum zweiten Punkt des Maßnahmenpakets. »Nun wollen wir mit der Planung einer Verbindungsstraße zwischen Bahnviadukt und dem Baugebiet Nördlich-Breiter-Weg den nächsten Schritt gehen.«

Durch diese direkte Anbindung Leihgesterns an das Gewerbegebiet und die Autobahnauffahrten wäre »eine spürbare Entlastung der Durchgangsstraßen von Leihgestern, Großen-Linden, dem Mühlberg und dem Forst zu erreichen.« Außerdem will die CDU die Möglichkeit einer Umgehung von Großen-Linden auf der westlichen Seite entlang der Autobahn prüfen lassen.

Zudem beabsichtigen die Christdemokraten, das vorhandene Lindener Rad- und Feldwegenetz weiter auszubauen und den Bestand zu pflegen. Ziel sei es, den Anreiz zu erhöhen, bei kürzeren Strecken auf das Auto zu verzichten und so den innerörtlichen Verkehr zu reduzieren.

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