Verkehr intelligent mindern

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Linden (pm). »Die Lösung unserer Verkehrsprobleme darf kein Stückwerk sein. Herumwursteln über 40 Jahre, Salamitaktik, Schau- und Alibianträge sind mit uns nicht zu machen.« Das sagte Andreas Schneider, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Linden, nach einer Diskussionsrunde der Liberalen.

Eine Fahrrad-Rikscha zum Transport von Senioren, wie zuletzt von einer Lindener Partei als Beitrag zur Energie- und Verkehrspolitik vorgelegt, helfe nicht weiter, meinte der Liberale. Vielmehr müssten alle Aspekte vernetzt und ausgewogen betrachtet werden: Kluge Stadtentwicklung, Umgehungsstraßen, attraktive verkehrsberuhigte Bereiche, Radwege. Ein solches ganzheitliches Konzept müsse auch in Linden angegangen werden, fordert die FDP.

Daher will die Partei sich in der kommenden Wahlperiode für die Entwicklung eines umfassenden Verkehrskonzeptes einsetzen, das als Leitlinie für die Verkehrspolitik in Linden dienen soll.

Die bisher »unausgegoren diskutierten Entlastungsstraßen« (Hüttenbergerstraße Richtung Gießener Pforte; Ortseingang von Pohlheim über Nördlicher Breiter Weg zum Viadukt) könnten nicht allein die Lösung sein. Mit einzubeziehen in dieses Konzept seien neben dem ÖPNV die Ausweitung von Tempo-30-Zonen auch für Landesstraßen, besonders aber auch der innerörtliche Radwegeausbau. »Fahrrad fahren oder der Schulweg auf Lindens Straßen darf nicht gefährlich sein«, sagt Schneider.

Intelligente Anreize zur Verkehrsminderung seien besser als Umleitungen und Verbote. »Wir lösen unsere Verkehrsprobleme dadurch, dass wir es deutlich attraktiver werden lassen, in Linden auf den eigenen Pkw zu verzichten.«

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